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Von unserer Redaktion
Es gibt Köche, die still im Hintergrund arbeiten. Und es gibt Daniel Gottschlich.
Der Rheinländer passte noch nie in das klassische Bild eines Spitzenkochs. Trotzdem – oder gerade deswegen – bekam er einen der wichtigsten Kochpreise des deutschsprachigen Raums. Falstaff hat ihn zum „Koch des Jahres 2026“ gewählt.
Der Falstaff Guide zählt zu den einflussreichsten Restaurantführern im deutschsprachigen Raum. Die Ehrung hat in der Branche Gewicht und wird weit über die Feinschmecker-Szene hinaus wahrgenommen. Anders als der Michelin, der streng nach technischen Kriterien bewertet, richtet sich Falstaff auch an eine breite Leserschaft, die Interesse an Genuss und Gastronomie hat, ohne selbst Experten zu sein.
Koch des Jahres

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Die Auszeichnung „Koch des Jahres“ vergibt der Guide an Persönlichkeiten, die ihre Szene sichtbar prägen. An Köche, die Haltung zeigen, Entwicklungen vorantreiben und eine eigene Sprache gefunden haben. Was die Auszeichnung doppelt besonders macht: Das Ox & Klee erhielt 97 von 100 Punkten im Falstaff Guide 2026. Diese Bewertung bewegt sich im absoluten Spitzenbereich – nur wenige Restaurants erreichen solche Werte. Und dabei steht das Ox & Klee nicht für glattes Fine Dining und inszenierte Zurückhaltung – im Gegenteil. Kein Dresscode, keine formale Distanz, keine Flüsterton-Atmosphäre. Experience Tasting, Sterneküche als Geschmackserlebnis auch für den kleineren Geldbeutel.
Was Gottschlich so besonders macht
Gottschlich, geboren 1982 in Troisdorf, begann zunächst als Energieanlagenelektroniker – und wechselte erst danach in die Gastronomie. Seine Kochlehre absolvierte er 2003 im Steigenberger Grandhotel Petersberg, einem Haus, das für klassische Präzision steht. Danach wurde er Souschef im Brauhaus Früh, eine Station, die seine Küche bis heute erdet. 2010 eröffnete er das Ox & Klee, das im Kölner Rheinauhafen. liegt.
Dass er seit zwanzig Jahren Schlagzeug spielt, Songs schreibt und sich in verschiedenen Musikprojekten bewegt, prägt sein Kochen genauso wie seine Technik. Viele beschreiben ihn deshalb als „Rock’n’Roll-Koch“ – nicht wegen Lautstärke, sondern wegen Haltung und Taktgefühl. Mit anderen Worten:
Der Guide sagt nicht nur „Er ist Koch des Jahres“, sondern auch „Dieses Restaurant gehört zu den stärksten im deutschsprachigen Raum“.