Kunstraub99 zeigt, wie unterschiedlich Kunst in Köln denken kann

Malerin und Galeristin Heike Iserlohe (M.) bei der Vernissage

Von unserer Redaktion

Die Mischung ist ungewöhnlich direkt. Studierende hängen neben Künstlern, die seit Jahren im Betrieb stehen. Eine Ausstellung in Köln, die etwas ausprobiert.

Die Galerie Kunstraub99 startete Ende November ein Experiment: „Winterwerke“ bringt junge Künstler:innen der Alanus Hochschule mit erfahrenen Positionen aus Köln zusammen. Nicht als Wettbewerb, nicht als Workshop – sondern als gemeinsame Ausstellung, bei der die Arbeiten zeigen sollen, wie sich unterschiedliche Generationen gegenseitig schärfen.

Die Mischung ist ungewöhnlich direkt. Malerei trifft auf Skulptur, Entwürfe auf gesetzte Linien. Gerade dieser Bruch macht den Reiz aus: Man sieht, wo der Nachwuchs hinwill – und was Erfahrung im Atelier tatsächlich bedeutet.

Malerin und Galeristin Heike Iserloher
Malerin und Galeristin Heike Iserloher, im Hintergrund Prof. René Harder

Eine Galerie, die Kunst und Alltag verbindet

Kunstraub99 nutzt dafür nicht nur die eigenen Räume. Auch im angeschlossenen „Le Bistrot 99“ werden Arbeiten gezeigt, während zwischen Kaffeeduft und Gläserklirren kleine Ausstellungsinseln entstehen. Heike Iserlohe, Malerin und Betreiberin seit 18 Jahren, versteht das Ganze als offenes System: Kunst, die nicht hinter Samtseilen steht, sondern nahbar bleibt.

Wer dabei ist

Von der Alanus Hochschule sind Isabel Elgert, Can Maurizio Moretti, Lara Noack, Leonie Puschmann und Tobias Rummel vertreten. Aus dem Stamm der Galerie:
Romain Burgy, Adam Karamanlis, Claus Knobel, Marina Popkova-Sologub, Cocco Santamuerte, Sergej Sologub und Tim David Trillsam. Zur Eröffnung reiste der tansanische Künstler George Haule an.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17. Januar 2026 zu sehen.

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