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Von unserer Redaktion
Dinner und Kino? Kann man machen. Muss man aber nicht. Köln hat für Dates deutlich mehr zu bieten – von romantisch über absurd bis überraschend gut. 15 Ideen, die besser sind als „Lass mal was trinken gehen”.
Dates in Köln haben einen entscheidenden Vorteil: Die Stadt liefert. Egal ob erstes Kennenlernen, fünfter Jahrestag oder der Versuch, nach drei Jahren Beziehung mal wieder was anderes zu machen als Netflix – in Köln findet sich für jede Konstellation der richtige Ort. Man muss nur wissen, wo. Wir haben 15 Date Ideen gesammelt, die funktionieren. Manche sind romantisch, manche sind laut, manche kosten nichts. Alle sind besser als schweigend nebeneinander im Kino zu sitzen.
1. Sundowner auf der Poller Wiese
Es kostet nichts, es braucht keine Reservierung, und es funktioniert trotzdem fast immer: Decke einpacken, Getränke mitnehmen, auf die Poller Wiesen setzen und zugucken, wie die Sonne hinter der Kölner Skyline untergeht. Der Blick über den Rhein auf den Dom ist kitschig genug, um romantisch zu sein – und entspannt genug, um kein verkrampftes Gespräch führen zu müssen. Funktioniert im Sommer, aber auch an milden Herbstabenden mit Jacke und Thermoskanne.
Gut für: Erste Dates, kein Budget, spontane Abende
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2. Brauhaustour durch die Altstadt
Kölsch trinken kann jeder. Aber eine Tour durch drei oder vier verschiedene Brauhäuser an einem Abend ist etwas anderes. Start zum Beispiel im Päffgen in der Friesenstraße, weiter ins Früh am Dom, dann ins Sünner im Walfisch in der Altstadt. Dazwischen ein paar Meter laufen, frische Luft schnappen, über das letzte Glas reden. Das Gute an Kölsch: Die Gläser sind klein. Man kann sich langsam rantrinken – und hat trotzdem immer einen Gesprächsanlass, wenn der Köbes das nächste Glas ungefragt hinstellt.
Gut für: Bierliebhaber, zugezogene Dates, Kölsch-Einsteiger

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3. Japanisch essen auf der Immermannstraße – in Düsseldorf
Ja, ernsthaft. Wer in Köln lebt und noch nie mit einem Date nach Düsseldorf gefahren ist, um in Little Tokyo Ramen zu essen, verpasst etwas. Die Fahrt mit dem RE dauert 25 Minuten, die Immermannstraße hat die besten japanischen Restaurants im Umkreis von Hunderten Kilometern, und allein der vermeintliche Tabubruch, als Kölner freiwillig nach Düsseldorf zu fahren, ist ein Gesprächsthema für den ganzen Abend.
Gut für: Mutige, Foodnerds, ironische Rivalitätspflege
4. Flohmärkte am Wochenende
Köln hat eine dichte Flohmarktszene. Der Nippeser Flohmarkt am Wilhelmplatz ist groß und lebendig. Der Flohmarkt unter der Südbrücke hat Charme, Und der Trödelmarkt an der Alten Feuerwache im Agnesviertel funktioniert, wenn man es kleiner mag. Zusammen über einen Flohmarkt schlendern ist unterschätzt: Man erfährt nebenbei, was der andere sammelt, was er lustig findet und ob er bei Verhandlungen hart bleibt oder sofort einknickt. Verrät mehr als jedes Tinder-Profil.
Gut für: Samstag- oder Sonntagmorgen-Dates, entspannte Stimmung
5. Abendspaziergang durch den Volksgarten
Der Volksgarten in der Südstadt ist tagsüber ein Park, abends wird er zu einem der romantischsten Orte der Stadt. Besonders im Sommer: Der See, die alten Bäume, die Lichter vom Biergarten im Hintergrund. Es gibt Bänke am Wasser, es gibt Ruhe, und es gibt die Südstadt drumherum für danach. Kein Programm, kein Plan – einfach laufen und reden.
Gut für: Romantiker, zweite und dritte Dates, lange Sommernächte
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6. Gemeinsam kochen im Kochhaus oder zu Hause
Wer mehr Mut hat als für ein Restaurant nötig ist, kocht zusammen einem der Abend-Kochkurse, die in Köln angeboten werden. Zusammen schneiden, rühren, abschmecken und am Ende gemeinsam essen. Klingt simpel, funktioniert aber besser als fast jedes andere Format, weil man die ganze Zeit etwas zu tun hat und trotzdem reden kann.
Gut für: Dates, die über Small Talk hinausgehen sollen
7. Museumsbesuch im Museum Ludwig
Kunst kann einschüchternd sein. Das Museum Ludwig am Dom macht es aber leicht: Pop Art, Expressionismus, Fotografie – die Sammlung ist so breit, dass fast jeder etwas findet, wozu er eine Meinung hat. Und genau das ist der Punkt. Vor einem Bild stehen und sagen, was man sieht, verrät mehr über einen Menschen als zwei Stunden Smalltalk in einer Bar.
Gut für: Kulturfans, Regentage, Dates mit Gesprächstiefe
8. Comedy im Atelier Theater oder Bumann & Sohn
Zusammen lachen ist der schnellste Weg, eine gute Stimmung herzustellen. In Köln gibt es regelmäßig Stand-up-Comedy-Abende, auch in der Open-Mic-Variante – zum Beispiel im Atelier Theater in der Roonstraße im Kwartier Latäng, im Horizont-Theater im Thürmchenwall oder der Hinterhofsalon auf der Aachener Straße. Die Shows sind meistens klein, nah dran und nicht teuer. Und falls der Comedian schlecht ist, hat man etwas, worüber man danach gemeinsam lachen kann.
Gut für: Erste Dates, Stimmung ohne Druck
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9. Fahrradtour am Rhein
Köln ist flach und der Rhein ist lang – perfekte Bedingungen für eine Fahrradtour. Von der Südstadt rheinaufwärts Richtung Rodenkirchen, über die Felder nach Wesseling oder rheinabwärts nach Merkenich. Unterwegs gibt es Biergärten, Wiesen und genug Stellen, um spontan anzuhalten. Wer kein Rad hat: KVB-Räder stehen überall.
Gut für: Sportliche, Frühlings- und Sommerdates, Spontane
10. Cocktails in einer Speakeasy-Bar
Köln hat einige Bars, die man nicht sofort findet – und genau das macht sie zu guten Date-Orten. Das Im Schnörres in der Südstadt, die Little Link Bar im Belgischen Viertel oder die Suderman Bar im Agnesviertel. Kleine Karten, gute Drinks, gedämpftes Licht. Wer abends etwas Besonderes will, ohne gleich ein Vermögen auszugeben, ist hier richtig.
Gut für: Abend-Dates, besondere Atmosphäre, Cocktailliebhaber.

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11. Schifffahrt auf dem Rhein
Ja, das klingt erst mal nach Seniorenausflug. Ist es aber nicht – zumindest nicht, wenn man es richtig macht. Die KD Rheinschifffahrt bietet kurze Fahrten an, bei denen man mit einem Glas Wein an Deck steht und Köln vom Wasser aus sieht. Besonders abends, wenn die Stadt beleuchtet ist, funktioniert das überraschend gut. Kein Tischdecken-Dinner, keine Animation – einfach Wasser, Stadt und Gespräch.
Gut für: Romantiker, ungewöhnliche Perspektiven, Jahrestage
12. Klettern in der Kletterhalle
Wer beim Date lieber etwas macht, statt nur zu reden, geht klettern. Die Kletterfabrik in Ehrenfeld oder das Canyon Chorweiler bieten Kurse für Anfänger an. Man sichert sich gegenseitig, überwindet Höhenangst und hat danach etwas erlebt, das über „war ein netter Abend” hinausgeht. Außerdem sieht man relativ schnell, ob der andere Vertrauen aufbauen kann.
Gut für: Aktive Dates, Adrenalinjunkies, Teamwork-Test
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13. Vinyl- und Plattenläden
Überall in der Stadt gibt es richtig gute Plattenläden, ob das Early Bird Records für HipHop im Kwartier Latäng (Lindenstraße) oder Musik der 1950er bis 1980er Jahre bei Good Mood Records im Uni-Viertel (Bachemer Straße). Zusammen durch Kisten wühlen, sich gegenseitig Platten zeigen, über Musik streiten – das ist ein Date, das automatisch Gespräche produziert. Danach ins Café Sehnsucht in Ehrenfeld oder ins Hallmackenreuther im Belgischen setzen und weiterdiskutieren. Funktioniert auch ohne Plattenspieler zu Hause.
Gut für: Musikfans, Vinyl-Nerds, kreative Dates
14. Essen auf dem Streetfood-Markt
Köln hat regelmäßig Streetfood-Märkte – zum Beispiel am Heliosgelände in Ehrenfeld, donnerstags auf dem Rudolfplatz oder wechselnde Pop-ups in der ganzen Stadt. Der Vorteil gegenüber einem Restaurant: Man kann sich gemeinsam durch verschiedene Stände probieren, steht nebeneinander statt gegenüber und muss sich nicht eine Stunde lang über einer Speisekarte unterhalten. Essen verbindet – aber so verbindet es lockerer.
Gut für: Foodnerds, ungezwungene Dates, Gruppen-Dates
15. Einfach durch die Südstadt laufen
Kein Plan, kein Ziel, kein Programm. Einfach an der Alteburger Straße starten und laufen. In die Bonner Straße abbiegen, am Volksgarten vorbeigehen, irgendwo auf ein Glas Wein oder einen Kaffee einkehren. Die Südstadt ist so dicht an guten Läden, Cafés und Ecken, dass ein Spaziergang automatisch zum Erlebnis wird. Manchmal sind die besten Dates die, bei denen man nichts plant – und trotzdem alles findet.
Gut für: Jedes Date. Immer.
Köln ist keine Stadt, in der einem die Ideen ausgehen. Man muss nur rausgehen.