Amen und Alaaf! Schunkeln mit göttlichem Segen im Kölner Dom

Von HONG KAYSER (Text & Fotos)

Köln – Halleluja, Amen und Alaaf: Der traditionelle Karnevalistengottesdienst im Kölner Dom – und nicht ein Platz war frei.

Wenn im ehrwürdigen Kölner Dom plötzlich bunte Pappnasen zwischen gotischen Säulen aufblitzen, wenn Orgelklänge sich einem Meer von Karnevalsplaggen vermischen und Krätzchen in allen Farben die Bankreihen füllen, dann weiß jeder Jeck: Der traditionelle Domgottesdienst für Karnevalisten steht an.

Nachdem das designierte Kölner Dreigestirn – Prinz René I. (Rene Klöver), Bauer Michael (Michael Samm) und Jungfrau Marlis (Hendrik Ermen) von der StattGarde Colonia Ahoj – am Dienstag mit dem Schiff zu ihrer Hofburg, dem Dorint Hotel am Heumarkt angereist waren, ging es am Mittwoch besinnlicher zu. Dem kölschen Frohsinn kann ein bisschen göttlicher Beistand nicht schaden. In dem Gottesdienst trifft feierliche Liturgie trifft auf rheinische Lebensfreude.

Ein besonderer Moment war die traditionelle Segnung der Standarten und Fahnen der Karnevalsgesellschaften. Ein Moment, der zeigt: Karneval ist nicht nur Party, sondern auch gelebte Gemeinschaft und tiefe Tradition. Der musikalische Gänsehaut-Höhepunkt kam wie immer am Schluss, als die Orgel „Am Dom zo Kölle“ anstimmte. Da glänzten auch Tränen in so manchem Auge.

Heute haben Frank und Elke einen YouTube-Kanal, auf dem sie jeden Sonntag live gehen. „Das ist wirklich unglaublich, wie treu die Leute sind. Manche Fans kenne ich schon seit meiner Kindheit – und sie sind immer noch dabei!“, schwärmt Frank. Es ist diese Mischung aus Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und großem kölschen Herz, die Frank Fussbroich seit Jahrzehnten zu einem Publikumsliebling machen.

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