Das Jubiläums-Intro am Freitagabend
Von STEPHANIE KAYSER & ADRIANO RIMINI (Fotos)
Köln – 348 Tage Durststrecke haben ein Ende. Die größte Karnevals-Partyreihe der Welt ist gestartet. Die „Lachende Kölnarena“ feiert in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag. Volles Haus, fette Lasershow – und eine Gänsehaut-Stimmung vom Allerfeinsten. Am Freitag war die ausverkaufte Premiere.
Das Kribbeln stiegt schon bei der Anreise. Wenn aus allen Himmelsrichtungen verkleidete Menschen den Arena-Berg hochziehen. Vor der Arena schallen die aktuellen Hits aus den Boxen. Das Aufwärmprogramm fängt in der Schlange vor der Sicherheitskontrolle an. Ein Prösterchen hier, einmal Nachschminken da, ein paar frische Frikadellen von Vati aus der Tupperdose. Die „Lachende Kölnarena” ist quasi eine Familienfeier in groß: Hier feiern 18- bis 80-Jährige, viele seit Jahren immer auf denselben Plätzen, mit immer denselben Leuten.
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Booking.comMehr als 250.000 Menschen
Bis Karnevalssonntag werden mehr als 250.000 Jecke in der Kölnarena geschunkelt haben: Es gibt insgesamt 18 Veranstaltungstage, davon findet 15 Mal der Klassiker statt, die „Lachende Kölnarena”, zweimal die „Lachende Pänzarena” und einmal die FC-Arena. Die Nachfrage war so groß, dass die Veranstalter kurzfristig für alle Veranstaltungen auch den Oberrang geöffnet haben. Momentan gibt es wieder letzte Karten.
Der Auftritt vor mehr als 15.000 Menschen ist für alle Künstler, vor allem auch für das Dreigestirn etwas Besonderes. Umjubelt zeigte Prinz René I. klar Haltung: „Es gibt eine Farbe, die gehört nicht in den Karneval – und das ist Braun.“ Auf die Bühne war die A-Riege des Karnevals: Kasalla, Cat Ballou, Bring, Marc Metzger, Höhner, Bläck Fööss und, und, und.
Die erste Karnevalsparty XXL fand 1965 in der Lachenden Kölner Sporthalle statt. Das Konzept war damals revolutionär: Die Zuschauer mussten nur für die Karte zahlen. Die Verpflegung, sogar die Kölsch-Fässchen durften mitgebracht werden (und das gilt bis heute). 1999 wurde die Sporthalle abgerissen. Die Partyreihe zog in die doppelt so große Kölnarena. Und hier haben seitdem knapp drei Millionen Menschen Fasteleer gefeiert – mit ihrem eigenen Proviant. Nur der Transport in Bollerwagen ist aus Sicherheitsgründen nicht mehr erlaubt. Glasflaschen dürfen auch nicht mehr mitgebracht werden.
Allein 300 Männer und Frauen arbeitenvan den Karnevalstagen in der Gastronomie in der Arena. Wo so viel gefeiert wird, bekommen die Menschen Durst: 12.000 (!) Pittermännchen von Dom Kölsch, plus 20.000 Kölsch-Gläser und 10.000 „Feiglinge“ helfen bis Aschermittwoch weiter.
Impressionen aus der „Lachenden”
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