WELTPREMIERE – Die früheste “Lachende Kölnarena” aller Zeiten

Voll im Trend: Hier tanzen Barbie und Ken

Von STEPHANIE KAYSER

Köln – Vor zwei Wochen war Weihnachten, vor einer Woche Silvester und jetzt die größte Karnevalsparty der Welt. Am ersten Januar-Wochenende die früheste “Lachende Kölnarena” aller Zeiten – aber nicht zu früh für Köln.

Diese “Lachende” ist schon Wochen im Voraus ausverkauft. Schon lange vor Einlass sind die Bahnen der KVB am Samstag voll mit Kostümierten. Um 17 Uhr schon hundert Meter lange Schlangen vor der Arena. Fast alle Grüppchen haben die traditionellen Verpflegungs-Taschen dabei: Bei der “Lachenden” darf man Essen und Trinken mitbringen, auch deshalb ist die Veranstaltung extrem beliebt.

Viele reisen schon zwei Stunden vor Programm-Beginn mit der KVB an

“Mir ist das gar nicht zu früh. Eher genau richtig. Das Dreigestirn wurde gestern proklamiert, worauf sollen wir warten?”, sagt Jenni Peters (37), die mit ihren Arbeitskolleginnen als “Frauen vom Mars” in der Schlange stehen: “Wir haben uns tatsächlich zwischen den Tagen zum Kostüm-Basteln verabredet. Reste-Plätzchen essen und Sektchen trinken, mal eine neue Kombi.”

Darum startet die Arena so früh

Die “Lachende Kölnarena” voll bis unters Dach

Wegen der Handball-Europameisterschaft in Köln ist die Arena Mitte bis Ende Januar belegt. “Wir konnten ja schlecht dem europäischen Handballverband sagen, dass sie die Europameisterschaft verlegen sollen, weil wir Karneval feiern wollen”, scherzt Kölnarena-Chef Stefan Löcher. Aus der (Termin-)Not machten die Veranstalter eine Weltpremiere.

DIe Lachende Kölnarena startet so früh, wie noch nie, allerdings gibt es dafür nur 12 statt der bisher üblichen 16 Arena-Ausgaben. Bei acht Veranstaltungen wird zusätzlich der Oberrang geöffnet: volle Stimmung bis unters Dach. ”Wir wollten der wahnsinnigen Nachfrage irgendwie gerecht werden. Es gibt für einzelne Tage noch letzte Karten, aber im Prinzip sind wir ausverkauft”, erklärt der Arena-Boss.

Kölnarena-Chef Stefan Löcher mit Nathalie Drmota und Michael Brugmer von der Gastspieldirektion Bauer-Hofner

Die Gastspieldirektion Otto Hofner veranstaltet die größte Karnevalsfeier der Welt zusammen mit der Kölnarena. In diesem Jahr zum 25. Mal. “1999 gab es die erste Ausgabe dieses tollen Traditionsformates in unserer Arena. Schon letztes Jahr haben wir die Marke von 2,5 Millionen Jecken überschritten – das alles sind unglaubliche Dimensionen”, sagt Kölnarena-Chef Stefan Löcher, als er Nathalie Drmota und Michael Burgmer von der Gastspieldirektion mit dem Jubiläums-Award auszeichnete.

Die besten Geschichten aus 25 Jahren

In 25 Jahren haben die Gastgeber viel erlebt. “Jemand rief extra vorher an, um seinen Gasgrill anzumeden. Der würde keinen Rauch entwickeln, also könne er den doch gut mitbringen”, erzählt Michael Burgmer lachend. Oder es gab den Fall von dem “Müllmann”, der unbedingt seine Tonne mit in die Arena nehmen wollte. “Er hatte Sorge, dass man sonst sein Kostüm nicht erkennt.”

Begonnen hatte die “Lachende Kölnarena” mal in Kölns früherer “Sporthalle”, bis zur Einweihung der Kölnarena Kölns wichtigster Veranstaltungsort. “Damals hatten wir die Sorge, wie die Leute den Umzug annehmen. Wir haben die letzte ‘Lachende’ mit Willy Millowitsch in der Sporthalle und die erste Lachende mit Willy Millowitsch in der Arena – das war unglaublich”, erinnert sich Ur-Veranstalter Eberhard Bauer-Hofner, der sich 2022 aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen hat.

Die “Lachende Kölnarena” im Video

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Die Stimmung

Es gibt Sachen, die gibt es nur in Kölle: Die Stimmung geht von 0 auf 100 in zwei Sekunden. Bevor es losgeht, sorgt eine spektakuläre Lasershow für Gänsehaut, die kaum zu toppen ist, als auf der Bühne ein XL-Feuerwerk startet. Auch Kölns neues Dreigestirn verfolgt das Spektakel gebannt vom Bühnenrand. Für die frisch proklamierte Familie Klupsch ist es heute die Arena-Premiere.

Spektakuläres Feuer-Intro

Da staunt auch das Kölner Dreigestirn. Die Drei haben Arena-Premiere

“Klar, bin ich aufgeregt. Aber ehrlich gesagt war ich das vor der Proklamation noch viel mehr”, sagt uns Prinz Sascha I. kurz vor seinem Arena-Auftritt. Geballte Emotionen in 24 Stunden. Kaum beginnt der traditionelle Rundmarsch der Vereine und Veedelsgruppen durch die Arena, stehen mehr als 10.000 Jecke wie eine Wand und singen mit: “Wenn et Trömmeche jeiht”. Köln ist da – und wie!

Bravourös meistert Kölns neues Dreigestirn seinen Auftritt

Die Stars in der Arena

Wer als Künstler oder Gruppe im Karneval an der Spitze steht, tritt in der Arena auf. Für Newcomer ist ein Arena-Engagement der inoffizielle Durchbruch im Fassteleer. Wenn mehr als 10.000 Jecke deine Lieder feiern und mitsingen, dann macht das was mit einem. Selbst mit den alten Hasen.

Gänsehaut und alte Kölsch-Klassiker von “Et Klimmpermännche” Thomas Cüpper

Volle Mannschaftsstärke! Der Abmarsch der Prinzengarde dauert drei Minuten

Längst keine Newcomer mehr: El Dorado rocken die Arena

Die komplette Gefühlspalette gibt es mit den Paveiern, vorne Detlef Vorholt

Als die Paveier auf der Bühne stehen, sieht man jedem die überbändige Freude an. Die Masse feiert sie und sie geben zurück. Beim Lied “Heimat” leuchten Taussende mit ihren Handys – Gänsehaut hoch Tausend. Bei “Leev Marie” tanzen Tausende los und singen jede Zeile aus voller Brust mit.

Die “Lachende Kölnarena” ist ganz, ganz großes Gefühl.

Wer es selbst erleben will und noch kein Ticket hat, sollte sich beeilen. Es sind nur noch für einige Tage letzte Karten verfügbar.

P.S Mehr zur Proklamation von Kölns neuem Dreigestirn erfahrt ihr hier.

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