Karneval 2025 in Köln: Alle Infos zu Sperrungen, Zülpicher & mehr

Foto: Festkomitee Kölner Karneval

Von unserer Redkation

Köln – „Wenn et Trömmelche jeiht, dann stonn mer all parat”: Der Countdown auf die schönste Zeit des Jahres läuft. Am Donnerstag, 27. Februar, startet Köln in den Straßenkarneval. Damit das jecke Treiben nicht aus dem Rahmen gerät, hat die Stadt Köln ein paar Regeln aufgestellt.

Gemeinsam mit Polizei, Verkehrsbetrieben und weiteren Partnern hat die Stadt ein umfangreiches Sicherheits- und Sperrkonzept auf die Beine gestellt. Mehr als 300 Mitarbeitende des Ordnungsamtes sind an Weiberfastnacht im Einsatz, um für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Zusätzlich werden rund 1.200 private Sicherheitskräfte eingesetzt, die an ihren nummerierten Westen erkennbar sind und die Zugangs- sowie Glasverbotskontrollen durchführen. Ordnungsamtsleiter Ralf Mayer bringt es auf den Punkt: „Karneval ist ein Fest des Frohsinns, aber der Spaß endet da, wo andere in Mitleidenschaft gezogen werden.“

bilanz weiberfastnacht
Der Heumarkt im Dunkeln

Sicherheit und Ordnung: Sperrungen und Glasverbot

Damit es in den Karnevalshochburgen nicht zu Gedränge kommt und Rettungseinsätze jederzeit möglich sind, werden einige Bereiche abgesperrt. Besonders betroffen ist das Kwartier Latäng rund um die Zülpicher Straße. Der Zugang ist hier nur über festgelegte Eingänge möglich. Diese befinden sich im Bereich der Unimensa und an der Roonstraße/Ecke Beethovenstraße. Passierbar ist in diesem Jahr zudem die Heinsbergstraße zwischen Kyffhäuser- und Zülpicher Straße. Für Anwohner, Gewerbetreibende und Gäste geschlossener Gesellschaften gibt es gesonderte Zugänge. Anwohner erhalten mit einem Ausweisdokument an allen Sperren Zugang, ihnen wird jedoch empfohlen, den Zugang über die Unimensa zu meiden. Gewerbetreibende erhalten spezielle Armbändchen für den Zugang.

Zusätzlich gilt in der Altstadt, dem Kwartier Latäng und erstmalig auch im Inneren Grüngürtel zwischen Luxemburger und Aachener Straße ein Glasverbot. Das bedeutet: Kein Glas von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch. Wer dennoch Glas mitbringt, kann seinen Inhalt an den Kontrollpunkten in Plastikbecher umfüllen. In der Altstadt gilt das Glasverbot an Weiberfastnacht von 8 Uhr bis Karnevalsfreitag um 8 Uhr sowie Karnevalssamstag von 12 bis Karnevalssonntag um 8 Uhr. In der Südstadt wird um einen freiwilligen Glasverzicht gebeten.

Mobile Rettungsstellen

Die Feuerwehr rechnet während der Karnevalstage mit einem hohen Einsatzaufkommen. Um die medizinische Versorgung sicherzustellen, wird ein zusätzliches Notfallversorgungszentrum im Berufskolleg Humboldtstraße eingerichtet. Auch mobile Unfallhilfsstellen sind in der Altstadt und im Kwartier Latäng stationiert.

Standorte der Unfallhilfsstellen:

  • Altstadt: Bechergasse, Alter Markt (vor dem Rathaus), Heumarkt (am Reiterdenkmal), Leystapel (unter der Deutzer Brücke), Frankenwerft
  • Kwartier Latäng: Roonstraße (Ecke Zülpicher Platz), Rathenauplatz, Dasselstraße, Zülpicher Straße (Höhe Hans-Mayer-Weg), Luxemburger Straße (Höhe Hans-Mayer-Weg), Bachemer Straße (Höhe Bruno-Kirsch-Weg)
  • Weitere Unfallhilfsstellen am Freitag und Samstag: Roonstraße, Dasselstraße und Hohenstaufenring (ab dem Nachmittag)

Verkehr: Sperrungen und Umleitungen

Schon ab dem 17. Februar treten erste Halteverbote in Kraft. Während der Hauptkarnevalstage sind viele Straßen gesperrt, insbesondere rund um die Altstadt und die Zülpicher Straße. Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren oder auf P+R-Parkplätze ausweichen. Auch Busse und Bahnen sind betroffen: Die Stadtbahnlinie 9 wird an Weiberfastnacht umgeleitet, weitere Linien halten nicht am Zülpicher Platz.

  • Die Deutzer Brücke wird zeitweise gesperrt, um den Zugverkehr und die Sicherheit der Fußgänger zu gewährleisten. Autofahrer sollten auf andere Rheinquerungen ausweichen.
  • Ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen gilt in der gesamten Kölner Innenstadt. Details und mögliche Ausnahmegenehmigungen sind bei der Stadt erhältlich.

Jugendschutz: Null Toleranz bei Alkohol- und Tabakverkauf

Die Stadt setzt auch in diesem Jahr verstärkt auf Jugendschutz. Testkäufe sollen sicherstellen, dass Alkohol und Tabak nicht an Jugendliche unter 16 Jahren verkauft werden. Gewerbetreibende, die sich nicht an die Regeln halten, müssen mit empfindlichen Strafen rechnen – bis zu 500 Euro pro Verstoß und möglicherweise sogar einer Schließung des Ladens.

Streetworker sind vor Ort, um jungen Feiernden im Notfall zu helfen. Auch im eigens eingerichteten Notfallversorgungszentrum stehen Fachkräfte bereit, um betrunkene Jugendliche zu betreuen und bei Bedarf ihre Eltern zu informieren.

Rote-Funke-Plätzchen, Altstadt, Köln
Das Rote-Funke-Plätzchen in der Altstadt

Mehr Sauberkeit: Mehr Toiletten und Müllbehälter

Damit Köln nach Karneval nicht wie eine Müllhalde aussieht, werden in den Hotspots rund 1.000 mobile Toiletten und 750 zusätzliche Mülltonnen aufgestellt. Besonders im Kwartier Latäng wird auf eine bessere Entsorgungsstruktur gesetzt.

Hilfe bei sexualisierter Gewalt

Wer sich bedrängt oder bedroht fühlt, kann sich jederzeit an die Polizei (110) wenden. Zudem sind in der EDELGARD-map Schutzorte hinterlegt, an die sich Betroffene wenden können. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet unter 116 016 anonyme Beratung.

Fundsachen: Wer suchet, der findet

Wer Handy, Schlüssel oder Portemonnaie verliert, kann sich an das Fundbüro der Stadt Köln in Kalk wenden. Die Öffnungszeiten sind eingeschränkt, Rosenmontag bleibt das Büro geschlossen. Alternativ ist das Bürgertelefon unter 0221 / 2210 erreichbar.

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