Cat-Ballou-Frontmann Oliver Niesen Foto: Hong Kayser
Von unserer Redaktion
Köln – Keine Stadt in Deutschland wird so besungen wie Köln. Hunderte Lieder drehen sich um die Stadt, die eigentlich ein Gefühl ist. Musik aus Köln kann längst nicht nur Karneval, Musik aus Köln gehört zum Ganzjahresprogramm. Bands aus Köln treten deutschlandweit vor ausverkauften Hallen auf, sind Stammgäste auf XL-Festivals wie “Parookaville” und im TV.
Die kölsche Musikszene ist so professionell und profitabel, dass auch bundesweit erfolgreiche Künstler am Rhein auf Mundart durchstarten. Roman Lob hat beispielsweise Deutschland 2012 beim Eurovision Song Contest in Baku vertreten, bevor er 2014 mit seiner Band „Stadtrand” auf Kölsch weiter machte. Juri Rother, Frontmann von „Planschemalöör”, schaffte es bei “The Voice of Germany” in die Finals und wurde von BossHoss gecoacht. Linda Teodosiu stand schon als 16-Jährige 2008 im Halbfinale bei DSDS und tourte mit Peter Maffay. Seit kurzem ist sie mit ihren Mädelsband „Mätropolis” auch auf Kölsch unterwegs.
Hier sind zehn Kölner Bands, die man kennen sollte (in alphabetischer Reihenfolge):
1. AnnenMayKantereit
Die Indie-Rock-Band mit der markanten Stimme von Henning May hat mehr als 2,7 Millionen Follower auf YouTube, wo sie einen Großteil ihrer Songs veröffentlichen. Ihre letzte Tour beendeten sie im ausverkauften Rheinenergie-Stadion. Vor allem der Song “Tommi” spricht vielen Kölnern mit Heimweh direkt aus der Seele.
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Mehr Informationen2. BAP
Der bundesweite Wegbereiter für kölsche Musik: Die Rockband um Sänger Wolfgang Niedecken prägt seit den 1980er Jahren die Kölner Musikszene am Rhein. Mit Hits wie „Verdamp lang her“ wurde BAP überregional bekannt und zeigte, dass die kölsche Sprache nicht automatisch was mit Karneval zu tun hat.
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booking.com3. Bläck Fööss
Diese Band ist eine Institution im Kölner Karneval und darüber hinaus. Mit ihren auch mal gesellschaftskritischen Texten und Ohrwurm-Melodien begeistern die Bläck Fööss (hochdeutsch: nackte Füße) seit den 1970ern Jahren Generationen. Die Fööss gelten als die Mutter aller kölschen Bands: Sie brachten damals moderne Musik in den Karneval, traten ohne Schuhe auf – damals ein Skandal. Die Fööss singen über die Vereinsamung in der Stadt, die soziale Schere und das Kölsch-Gefühl. In den vergangenen Jahren sind die Ur-Fööss in Rente gegangen und lassen ihre Musik durch Jüngere weiterleben.
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Mehr Informationen4. Brings
Die Band, die den Rock in den Karneval brachte: In ihrer ersten Karnevalssession fand das damalige Festkomitee die Band so skandalös, dass der amtierende Festkomitee-Präsident Hans-Horst Engels ein Auftrittsverbot verhängte. Das Gegenteil war der Fall. Brings gehören zur A-Riege der Kölner Musikszene, haben festivalmäßig von “Rock am Ring” bis “Summerjam” gespielt, selbst Auftritte bei Florian Silbereisen gehören mittlerweile zu ihrem Repertoire. Ihre Superhits wie „Superjeilezick“ oder “Kölsche Jung” kennt man von Kitzbühel bis Mallorca. Die Band ist für ihre klare politische Kante bekannt, engagiert sich gegen Rechts.
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Mehr Informationen5. Cat Ballou
Die Band, die mit kölschem Pop-Rock seit 25 Jahren auf Erfolgskurs ist. Die Gruppe startete als Schülerband, ist heute europaweit unterwegs. Ihr Hit „Et jitt kei Wood“ wurde zur Hymne vieler Kölner, der Song “Liebe deine Stadt”, den die Band mit Lukas Podolski aufnahm zur Legende. Die Band engagiert sich gegen Rechts und für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft und auch bei Umweltfragen. Sie treten mehr als 200 Mal im Karneval auf, spielen um die 25 volle Konzerte im Jahr, haben außerdem etwa 50 Auftritte auf Festivals und mehr.
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Mehr Informationen6. Höhner
Die Höhner (hochdeutsch: Hühner) sind seit Jahrzehnten eine der bekanntesten kölschen Bands. Mit „Viva Colonia“ haben sie damals mit Frontmann Henning Krautmacher eine Hymne geschaffen, die bis heute deutschlandweit in Festzelten gespielt wird. Auch die Höhner haben die Mikros an die nächste Generation weitergegeben. Seit 2021 hat Patrick Lück Henning Krautmacher als Frontmann ersetzt. Die Höhner touren mit einer eigenen Zirkus-Show, sind Stammgast in den Musiksendungen in den Öffentlich-Rechtlichen, haben außerdem eine eigene Classic-Reihe in der Philharmonie in Köln.
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Mehr Informationen7. Kasalla
Zu ihrem 20-jährigen Jubiläum spielte Kasalla (hochdeutsch: Krawall) im ausverkauften Rheinenergiestadion. Die Band ist schon mit Künstlern wie Eko Fresh, Carolin Kebekus und Gentleman aufgetreten, spielt regelmäßig auf großen Festivals deutschlandweit und geht auf Deutschlandtournee. Das Lied „Wenn ich ne Engel bin”, das die Band mit Ludwig Sebus 2023 aufgenommen hat, hat jetzt schon Legendenstatus in Köln.
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Mehr Informationen8. Paveier
Seit mehr als 40 Jahren im Geschäft – und immer noch vorne mit dabei. Die Paveier (hochdeutsch: Pflasterer) haben legendäre Lieder geschaffen wie “Buenos dias Matthias”, “Beinah, Beinah” oder zuletzt “Leev Marie”. Die Band hat sich nach und nach verjüngt, dass von Verschleißerscheinungen überhaupt keine Spur ist. Die Band spielte eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung der Kölner Musikszene, da sie eine eigene Plattenfirma gründeten, als sich viele große Plattenlabels noch zu fein für kölsche Musik waren.
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Mehr Informationen9. Planschemalöör
Die jüngste Band in diesem Ranking. 2018 starteten Planschemalöör (hochdeutsch für Badeunfall) mit dem Super-Turbo in die Kölner Musikszene und eroberten auch den Karneval in Rekordzeit. Neben Gute-Laune-Pop thematisieren sie auch kritische Themen der Stadt, wie den Alltagsrassismus, den auch der nicht-weiße Frontmann Juri Mutter (Mutter ist aus Panama) in Köln erlebt. Im Bereich Social Media sind Planschemalöör die Vorreiter der Szene.
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Mehr InformationenQuerbeat
Die 13-köpfige Band Querbeat brachte Brass- und Popmusik zusammen. 2001 als Schülerband in Bond gestartet stieg sie 2007 in den Kölner Karneval ein. Damals noch als rein instrumentalische Kombo, die den Samba in die Säle brachte und mit der Lautstärke die Fensterscheiben zum Klirren. Richtig erfolgreich wurde die Band, als der Gesang dazu kam. Mit Liedern wie “Barbarossaplatz” oder “Randale & Hurra” machten sie sich einen Namen. Sie spielen von “Parookaville” bis “Summerjam”, engagieren sich bei “Schule gegen Rassismus” und für mehr Klimaschutz.
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