Zwischen Dom und Dirndl: Alles über Kölns neue „Royal Wiesn”

Veranstalter Stefan Wolter, Koelncongress Gastronomie GmbH Chef Sven Häffner, Prinz Luitpold von Bayern, Koelncongress Geschäftsführer Ralf Nüsser, Veranstalter Lukas Wachten Foto: Niemeyer

Von unesrer Redaktion

Maß, Musik und Prinzen-Segen. Ein Hauch München am Rhein: Im kommenden Jahr gibt’s die „Royal Wiesn” im Tanzbrunnen.

Zwischen Dom und Dirndl tut sich was: Köln bekommt ein neues Oktoberfest, das näher an der Münchener Original-Wiesn sein soll als alles, was die Stadt bisher erlebt hat. „Royal Wiesn“ heißt das Spektakel, das im Oktober 2026 an zwei Wochenenden im Tanzbrunnen stattfinden wird – mit echtem Festzelt, Biergarten, Riesenrad, nostalgischen Karussells, eine Wohlfühl-Oase für Bayern-Traditionalisten.

Veranstalter Stefan Wolter und Lukas Wachten, Prinz Luitpold von Bayern und Koelncongress-Chef Ralf Nüsser
Die Wiesn-Macher für Köln: Wolter, Wachten, von Bayern und Nüsser

Ein bayerischer Prinz in Köln

Ideengeber und Schirmheer des rheinischen Wiesn-Ablegers ist Prinz Luitpold von Bayern, 74 Jahre alt, Spross des Hauses Wittelsbach und Schirmherr der Veranstaltung. Er will das bayerische Kulturgut mit jeder Menge Tradition an den Rhein bringen. „Meine Familie hat das Fest erfunden, das heute das größte Volksfest der Welt ist“, erinnerte er bei der Vorstellung. Umso mehr freue er sich, das Münchener Lebensgefühl jetzt in einer Stadt zu feiern, „die selbst berühmt ist für ihre fröhlichen Feste“.

Maß statt Stange

Im Zentrum des Geschehens steht ein großes, beheiztes Festzelt mit Platz für rund 3.500 Gäste. Statt Kölsch im 0,2-Glas wird hier König Ludwig Hell in der Maß serviert – stilecht im Literkrug für 14,50 Euro. Auf den Tisch kommen Schweinsbraten, Hendl, Jausenbretter und auch vegane Varianten, zubereitet von der Koelncongress-Gastronomie. Für den musikalischen Rahmen sollen echte Oktoberfest-Bands aus Bayern sorgen, die den typischen Sound von der Theresienwiese nach Köln holen.

Was es nicht gibt: Karnevalsbands, Schlagerhits oder Mallorca-Stars. Die Veranstalter wollen bewusst Abstand vom Kölner Partyklischee nehmen und stattdessen ein authentisches Volksfest schaffen – „eine Wiesn, die sich wirklich nach München anfühlt“, wie Mitorganisator Lukas Wachten betont.

Prost mit Domblick
Prost mit Domblick

Riesenrad mit Dom-Blick

Wer eine Pause vom Festzelt braucht, kann auf dem Gelände bummeln: Ein Riesenrad bietet Aussicht bis zum Dom, nostalgische Fahrgeschäfte und eine Schießbude sorgen für Jahrmarktstimmung, und unter den neuen Sonnenschirmen des Tanzbrunnens lockt ein gemütlicher Biergarten. Insgesamt bleibt das Gelände offen – viele Attraktionen sind frei zugänglich. Koelncongress-Geschäftsführer Ralf Nüsser sieht darin „eine wunderbare Ergänzung für Kölns Veranstaltungskalender“: Das Fest hole das bayerische Originalgefühl an den Rhein – „und das tut Köln gut“.

Von Weißwurst bis Pride

  • Die Royal Wiesn erstreckt sich über zwei Wochenenden – vom 9. bis 11. Oktober und vom 16. bis 18. Oktober 2026.
  • Neben den klassischen Abendveranstaltungen gibt es am 11. Oktober ein Weißwurstfrühstück für Familien.

  • Am 18. Oktober steht der Sonntag ganz im Zeichen des Cologne Pride. Ein Teil der Einnahmen soll der CSD-Parade zugutekommen.

  • Tickets sind ab sofort erhältlich – Sitzplätze im Hauptzelt ab 19 Euro, VIP-Empore und Boxen gegen Aufpreis. Rund 300 Plätze bleiben frei für alle, die lieber spontan vorbeischauen wollen.
  • Mehr Infos: royal-wiesn.koeln/

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