Wenn der Berg in NRW ruft: Die acht 800er

Willkommen im Land der 1000 Berge: das Sauerland Kollege: Getty Images/Smitt & Teka77 via canva.com

Von unserer Redaktion

Wer in Köln wohnt, verbindet Berge eher mit dem Blick nach Süden – in Richtung Eifel oder eher in Richtung Alpen.

Auch Nordrhein-Westfalen hat echte Gipfel. Nicht dramatisch hoch, aber immerhin: acht Berge im Land knacken die 800-Meter-Marke (mitgezählt werden nur Berge, deren Gipfel in NRW liegen). Und die lohnen sich – für eine kleine Flucht aus dem Flachland, für klare Luft, weite Blicke und überraschend viel Ruhe. Hier kommen die höchsten Erhebungen NRWs – unsere Big Acht des Wanderns.

1. Langenberg – 843,2 m

Der stille König im Rothaargebirge

Er ist offiziell der höchste Punkt Nordrhein-Westfalens – und trotzdem kennt ihn kaum jemand. Der Langenberg liegt bei Olsberg im Hochsauerland, direkt an der Grenze zu Hessen. Oben gibt’s kein Gipfelkreuz, keinen Imbiss, kein Selfie-Podest. Nur Wald, Felsen, Aussicht – und das gute Gefühl, ganz oben zu stehen. Wer den Langenberg besteigt, ist meist mit Wanderkarte unterwegs. Und mit festen Schuhen.

2. Kahler Asten – 841,9 m

Berühmt, besucht – aber nicht ganz der Höchste

Der Kahle Asten ist der Star unter NRWs Bergen. Wetterstation, Aussichtsturm, Hochheide, Wanderwege – hier kommt auch der Ausflügler mit Sneakern auf seine Kosten. Und ja: Im Winter ist hier richtig was los. Winterberg liegt gleich nebenan, und Skilifte gibt’s auch. Dass er “nur” der zweithöchste ist, stört niemanden. Hauptsache: Aussicht mit Apfelstrudel.

3. Clemensberg – 837 m

Auch bekannt als „die Namenlose“ – mysteriös und schön

Der Clemensberg liegt im Gebiet des Naturparks Diemelsee. Früher galt er als einer der höchsten Punkte der Region, doch durch den jahrzehntelangen Basaltabbau wurde er etwas niedriger – und ist heute dennoch unter den Top 3. Die umliegenden Heideflächen, Schluchten und Felsen machen ihn zu einem echten Geheimtipp für ruhige Wanderungen.

4. Hunau – 818,6 m

Langgestreckt, bewaldet – ideal für alle, die’s lieber einsam mögen

Die Hunau ist weniger ein Berg als ein Höhenrücken – aber ein beachtlicher. Zwischen Schmallenberg und Winterberg gelegen, zieht sie sich durch das Hochsauerland und bietet lange Waldwege, stille Pfade und immer wieder: Weitblick. Wer den direkten Weg zum Gipfel sucht, muss ihn sich erwandern. Belohnt wird man mit ungestörter Natur – und mit etwas Glück auch mit Wildsichtung.

5. Ziegenhelle – 816,1 m

Mit Aussichtsturm und Rundumsicht

Die Ziegenhelle liegt südlich von Winterberg – und bietet alles, was ein Gipfelversprechen sollte: Steig, Aussicht und einen kleinen hölzernen Turm obendrauf. Von dort reicht der Blick bei klarer Sicht über weite Teile des Rothaargebirges. Der Aufstieg ist kurz, aber steil – perfekt für einen halbtägigen Ausflug mit Picknick im Rucksack.

6. Wallershöhe (812,3 m)

Die Wallershöhe liegt zwischen Winterberg und dem Kahlen Asten – und ist ein echter Geheimtipp für alle, die gerne abseits der Hauptwege wandern. Trotz ihrer stattlichen Höhe bleibt sie oft unbeachtet, denn sie versteckt sich im Schatten der bekannteren Nachbarn. Wer sich jedoch auf den teils bewaldeten Höhenrücken begibt, erlebt stille Pfade, weitläufige Wälder und mit etwas Glück den Blick hinüber ins Lennetal. Ideal für alle, die lieber Ruhe statt Rummel suchen.

picturesque historic watermill in germany
Photo by Yurii Radochyn on Pexels.com

7. Bremberg (809 m)

Der Bremberg ist kein typischer Gipfel mit Aussichtskanzel, sondern Teil des belebten Wintersportgebiets von Winterberg. Im Sommer eher unscheinbar, verwandelt sich der flache Höhenzug im Winter in eine weiße Arena aus Skipisten, Rodelbahnen und Liften. Wer in der kalten Jahreszeit nach Winterberg kommt, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann auf dem Bremberg – oft, ohne es zu wissen.

8. Hoppernkopf (805,6 m)

Der Hoppernkopf liegt südöstlich von Winterberg, nahe der Grenze zu Hessen. Er gehört zum weitläufigen Rothaarkamm und bietet eine reizvolle Mischung aus dichtem Fichtenwald und offenen Hochflächen. Wanderwege führen in sanften Bögen über den Höhenzug – perfekt für alle, die Höhenmeter sammeln wollen, ohne ins Alpine zu geraten. Der Gipfel selbst ist bewaldet, doch die Umgebung belohnt mit stillen Pfaden und Natur pur.

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