Zwischen Staub und Stahl: 5 spektakuläre Lost Places in NRW

Die frühere Hermes Papierfabrik in Düsseldorf. Foto: stock.adobe.com/The Urban Xplorer

Von unserer Redaktion

Man muss keinen Zaun überklettern, um das Gänsehaut-Gefühl zu bekommen. Diese Orte entfalten ihre Wirkung oft am besten aus der Distanz, wenn die Natur die Architektur langsam verschlingt.

Nordrhein-Westfalen ist das Herzland der deutschen Industriegeschichte, doch wo früher Schornsteine rauchten, regiert heute oft die Stille. Die Faszination dieser Orte speist über das Zusammenspiel aus Verfall und Rückeroberung durch die Natur. Es ist eine Ästhetik des Morbiden, die weit über das Ruhrgebiet hinausreicht und Orte konserviert, die offiziell längst aus den Stadtplänen verschwunden sind.

    1. Papierfabrik Hermes (Düsseldorf): In Düsseldorf-Hamm gelegen. Man kann das riesige Skelett der Fabrik von den umliegenden Straßen im Medienhafen (z.B. Fringsstraße) massiv aufragen sehen. Ein Abrissbagger steht oft schon bereit – hier sieht man das Ende der Industriekultur live von der Straße.

    Hermes PapierfabrikVon The Urban Xplorer
    Die frühere Hermes Papierfabrik in Düsseldorf.
    Foto: stock.adobe.com/The Urban Xplorer

    2. Villa Oppenheim (Köln): Direkt am beliebten Fühlinger See gelegen. Das „Geisterhaus“ ist von den Wanderwegen aus sehr gut einsehbar. Die Fenster sind verrammelt, aber die bröckelnde Fassade vor der dunklen Waldkulisse ist ein perfektes Motiv vom Wegesrand.

    Das Geisterhaus von Köln: die Villa Oppenheim am Fühlinger SeeFoto: stock.adobe.com/MoBIoS
    Das Geisterhaus von Köln: die Villa Oppenheim am Fühlinger See
    Foto: stock.adobe.com/MoBIoS

    3. Kokerei Hansa (Dortmund. Das Beste daran: Große Teile des Außengeländes sind als Industriedenkmal offiziell und kostenlos zugänglich. Man kann direkt zwischen den rostigen Giganten spazieren gehen, ohne eine Straftat zu begehen.

    Zeche und Kokerei Hansa in Dortmund.Von oparauschebart
    Ein Industriedenkmal in Dortmund: die frühere Zeche und Kokerei Hansa
    Foto: stock.adobe.com/oparauschebart

    4. Alter Bahnhof Solingen: Heute ein öffentlicher Park mit Café. Die stillgelegten Gleise und Bahnsteige sind legal begehbar. Hier vermischt sich der Lost-Place-Charakter perfekt mit einem legalen Spaziergang.

    Bahnhof SolingenVon The Urban Xplorer
    Alter Bahnhof Solingen: Die Natur meldet sich zurück
    Foto: stock.adobe.com/The Urban Xplorer

      5. Landschaftspark Nord (Duisburg): Das Mekka für alle, die Lost Places hassen, aber Industriekultur lieben. Das gesamte Areal ist ein frei begehbarer Park. Die rostigen Hochöfen sind jederzeit (und nachts spektakulär beleuchtet) von den offiziellen Wegen aus zu sehen.

        Abendsonne im Landschaftspark Nord
        Abendsonne im Landschaftspark Nord
        Foto: stock.adobe.com/Jakob

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