Von STEPHANIE KAYSER
Köln – Köln ist super telegen – und maximal beliebt bei deutschen (und internationalen) Film- und Serienproduktionen. Im Jahr 2022 erteilte die Stadt Köln gut 950 Drehgenehmigungen für den öffentlichen Raum. Aufs Jahr gerechnet waren das 2,5 Drehs pro Tag. Die Vorgaben sind streng: An vielen Stellen darf gar nicht gefilmt werden.
Jeder dritte deutsche Serie, jeder dritte deutsche Film ist made in Kölle. Am Rhein kommen Talent, Kreativität und Geld zusammen. Neben den Fernsehsendern RTL und WDR haben viele Produktionsfirmen hier ihren Sitz. am Rhein. Daneben haben sich weitere Kreative Branchen angesiedelt, von Post-Produktion bis Ton-Technik. Aufnahmen vor Ort halten die Produktionskosten niedrig. Und die Filmstiftung NRW fördert Drehs in Nordrhein-Westfalen.
Damit der “laufende Betrieb” der Stadt nicht gestört, das Ansehen berühmter Bauwerke wie Kölner Dom nicht beschädigt wird und Anwohnende nicht verärgert werden, hat die Stadt Köln dutzende bekannte und belebte Straßen und Plätze für Dreharbeiten gesperrt.
- Wo darf man in Köln generell NICHT drehen?
- Keine Drehs auf diesen Privatstraßen
- Seit 2023 sind hier auch Dreharbeiten verboten
- Drehverbot wegen Gottesdiensten
Wo sind keine Drehs in Köln erlaubt?
- Roncalliplatz: Der Kölner Dom und der Vorplatz sind Kölns Heiligtum. Früher waren noch Drehs mit kleinen Handkameras erlaubt, heute gar keine Drehs mehr.

- Alter Markt: Einer der zentralsten Plätze in der Kölner City, ein großes Drehteam würde mindestens die Hälfte blockieren. Außerdem Sitz

- Heinrich-Böll-Platz im Kölner Zentrum: Unter dem Platz liegt die Kölner Philharmonie. Während der Konzertproben und Vorstellungen darf der Platz nicht betreten werden. Die Tritte stören die Akustik und sind im Saal hörbar.

- Brüsseler Platz (Umkreis 200 Meter): Seit Jahren sind die späten “wilden” Versammlungen von jungen Leuten der Nachbarschaft ein Dorn im Auge, vielmehr ein Unruheherd in der Nacht. Wenn dazu noch mehr Trubel durch Dreharbeiten kämen, wäre das kaum vermittelbar.

- Deutzer Werft: Einer der schönsten Blicke aufs Kölner Panorama, gefilmt werden darf hier aber nicht.

Hier darf auch nicht gedreht werden:
- Jupp-Schmidt-Plätzchen in der Altstadt
- Monschauer Platz und Kornelinmünsterstraße in Braunsfeld
- Deutz-Mülheimer-Straße/Ecke Formesstr. bis Mülheimer Freiheit/Ecke Krahnenstr. Sowie die Seitenstraßen
Keine Drehs auf diesen Privatstraßen
- Gereonshof in der Innenstadt, Nähe Kaiser-Wilheim-Ring (teilweise)
- Josef-Lammerting-Allee in Braunsfeld
- In der Lößbörde in Neu-Widdersdorf
- Am Nußberger Pfad in Ossendorf
- Johannes-Theodor-Baargeld-Weg in der Stadtwald-Siedlung in Junkersdorf
- Gladbacher Wall (ab Brücke)
- Neubausiedlung in Widdersdorf-Süd: Löwenzahnweg, Rosmarinweg, Azaleenweg, Hortensienweg, Albin-Hänseroth-Weg, Im Toennesfeld, Am Aspelkreuz (teilweise), Zum Tilmeshof.
Seit 2023 sind hier keine Drehs mehr möglich:
In diesen Straßen und Plätzen durfte in diesem Jahr auch nicht mehr gedreht werden:
- Apostelnstraße in der City, Sitz des legendären Gloria Theaters.
- Johannisstraße: Die Straße mit den Unterführungen rund um den Hauptbahnhof.
- Leyendeckerstraße in Ehrenfeld.
- Helmholtzplatz in Ehrenfeld.
- Venloer Straße/ im erweiterten Bereich des Alpener Platzes in Ehrenfeld
- Wormser Straße in der Südstadt
- Bonner Wall in der Südstadt
- Stolberger Straße in Braunsfeld/Ehrenfed
- Kartäuser Wall/ Kartäusergasse im Severinviertel
- Taunusstraße in Humboldt-Gremberg
- Feldbergstraße in Kalk
- Mainzer Straße in der Südstadt
- Clever Straße im Agnesviertel
- Max-Planck-Straße im Gewerbegebiet Marsdorf
- Hornstraße in Ehrenfeld: Die Straße der großen Laufhäuser auf der rechten Seite das Pascha, auf der linken Seite das Bordell.
Gottesdienste am Freitag
Wegen der moslemischen Gottesdienste wird für folgende Straßen freitags keine Dreh-Genehmigung erteilt:
- In Kalk: Emser Straße, Lahnstraße, Taunusstraße
- in Porz: Concordiaplatz und Germaniastraße
- in Riehl: Stammheimer Straße
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