Ende einer Legende! Aus dem Roxy wurde ein Frühstücksclub

Von unserer Redaktion

Köln – Fast ein Jahrzehnt lang war der Club an der Aachener die Anlaufadresse für Nachtschwärmer aus allen Schichten und Altersklassen. Jetzt gibt es hier Frühstück. Breakfast Club statt Late Night Hour.

Ging man früher manchmal erst um 9 Uhr aus dem Roxy raus, macht das Nachfolger-Lokal jetzt um 9 Uhr auf, Feierabend ist um 18 Uhr. Serviert wird den ganzen Tag lang amerikanisches Frühstück. Aus der schummrig-düstrigen Club-Atmosphäre wurde ein helles Lokal im Stil eines US-Diners. Hier gibt es zum Beispiel den „Nashville Crispy Chicken Sandwich“ für 13,90 Euro oder „Garlic Parmesan Fries“, Knoblauch-Parmesan-Pommes für 7,90 Euro. Alkohol gibt es auf der Speisekarte übrigens nicht, dafür aber Katerfrühstück.

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Der Beginn einer Legende

Ab 1974 wurde im Roxy von Horst Leichenich spät und lange gefeiert – zu Beginn noch in der Maastrichter Straße, mehr Künstlerbar als Club. Die kölsche Szene, von Heiner Lauterbach bis Dirk Bach, traf sich hier. Und Lechenich schloss erst ab, wenn das letzte Kölsch getrunken war.

Irgendwann war der Laden viel zu klein. Das Roxy zog 1982 in die Aachener Straße 2. Das Publikum wurde breiter und bunter. Die kölsche Welt traf sich zu später Stunde im Roxy. Alle, die noch nicht nach Hause wollten. Junggesellengruppen, Geschäftsleute, Dragqueens, das Milieu und auch Studentinnen mit Perlenohrringen. Wenn in anderen Läden das Licht ausging, ging es im Roxy weiter. Ein letztes Kölsch ging immer noch.

Neustart mit neuem Konzept in 2012

2012 wechselte das Roxy den Betreiber. Das Roxy war zu der Zeit angeschlagen, das Publikum ein bisschen sehr durchwachsen. Statt Auffangstation für Nachtschwärmer wurde das Roxy zurück in einen Musikclub verwandelt. In der Anfangszeit wurden 90 Prozent der Gäste an der Tür abgewiesen, aber das neue Konzept funktionierte – bis Corona kam. Im Mai 2020 war für immer Schluss. Ende des Jahres hätte der 10-Jahre-Mietvertrag verlängert werden müssen

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