Foto: Thomas Breuer
Von JOHANNA SCHMIDT
Köln – Gestatten, dieser kleiner Kerl ist ein leidenschaftlicher Bergsteiger! Im Gegensatz zu normalen Meerschweinchen sind Felsen- oder auch Berg-Meerschweinchen hervorragende und ausdauernde Kletterer. Zwei männliche Exemplare kraxeln jetzt durch den Kölner Zoo.
Neuzugang im “Kleinen Südamerikahaus”: Neben Papageien wie den Hyazinth- und Blaulatz-Aras, Nagetieren wie den Agutis und Primaten wie den Roten Brüllaffen tummeln sich hier ab sofort auch zwei männliche Felsen-Mmeerschweinchen, auch Moko genannt. Der Kölner Zoo plant, zu einem späteren Zeitpunkt ein weibliches Tier dazu zu holen und die Zucht zu starten.
Die Kleinen kraxeln sogar auf Bäume
Die Nagetiere kommen ursprünglich aus dem Nordosten Brasiliens. Hier leben sie in trockenen, felsigen Landschaften mit niedrigen Büschen. Die Tiere suchen Unterschlupf in Felsspalten oder unter Felsblöcken. Manchmal graben sie auch Erdhöhlen.
Was diese Spezie besonders macht: Im Gegensatz zu anderen Meerschweinchen klettern Felsen-Meerschweinchen hervorragend und ausdauern – und das nicht nur im Fels, sondern auch auf Bäumen. Tatsächlich sind sie nah mit dem südamerikanischen Wasserschweinen, den Capybaras verwandt. Auf ihrem Speiseplan stehen Blätter, Blüten, Knospen, Rinde und ab und zu auch Früchte.

Felsen-Meerschweine leben im Harem
Felsen-Meerschweinchen erreichen eine Kopf-Rumpflänge von 20-22 Zentimetern. Sie wiegen bis zu 1.000 Gramm. Der länglich gezogene Kopf endet in einer stumpfen Schnauze. Die Augen sitzen vergleichsweise hoch im Schädel, die Ohren sind relativ klein und rundlich geformt. Die Beine sind länger als bei Meerschweinchen. Das Fell ist auf der Oberseite graubraun, die Bauchseite variiert von weißlich bis gelblich-braun.
Felsen-Meerschweinchen bilden sogenannte “territoriale Harems-Gruppen”, d.h. ein Männchen hat mehrere Weibchen auf einem festen Gebiet . Nach einer Tragzeit von etwa 75 Tagen kommen ein- bis zweimal pro Jahr bis zu zwei weit entwickelte Junge zur Welt. Zwar liegen keine exakten Bestandszahlen zu den Felsen-Meerschweinchen vor, aber die Populationen scheinen stabil und noch groß zu sein. Deshalb ist die Art als nicht gefährdet eingestuft.
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