Die wunderschöne Altstadt von Monschau in der Eifel Photo by dekik saad on Pexels.com
Schiefer Fachwerk, Kopfsteinpflaster und eine Zeitreise ganz ohne Fernreise.
Zurück ins Mittelalter: schiefe Fachwerkhäuser und Pflastersteine, hübsche Plätze und urige Gassen. Diese fünf Altstädte sind ideal für einen Tagesausflug – und ein Beweis dafür, dass man für Kopfsteinpflaster-Charme und Geschichte nicht bis ans Mittelmeer fahren muss. Manchmal reicht schon ein kleiner Abstecher in Nordrhein-Westfalen.
Zons – Mittelalter pur am Rhein

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Zons ist wie eine Filmkulisse aus der Zeit der Ritter. Zons ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte im Rheinland und wird oft als das „Rothenburg des Rheinlands“ bezeichnen. Stadtmauer, Zollturm, Burg – alles noch original und autofrei. Wer durch die Gassen läuft, hört fast die Hufe der Pferde klappern. Ein Ort, an dem die Vergangenheit ziemlich lebendig wirkt. Trotz seiner beschaulichen Größe zieht Zons, etwa 5 400 Einwohner:innen, jährlich über 700.000 Besucher an. Es liegt idyllisch am Rhein und ist mittlerweile ein Stadtteil von Dormagen. Zons ist mit einer Fähre mit Düsseldorf-Urdenbach verbunden.
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Hattingen – Fachwerk unter Fördertürmen
Altstadt-Romantik im Schatten der Schwerindustrie? Hattingen zeigt, dass das wunderbar funktioniert. Die liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser treffen hier auf echte Ruhrpottkante. Hattingen wurde bereits im Jahr 990 urkundlich erwähnt. Die Mischung aus Geschichte, Kneipenkultur und Hochofen ist so charmant wie ehrlich. Die frühere Heinrichshütte ist heute ein Landschaftspark mit Museum.

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Monschau – Postkartenidylle mit Bachlauf

Monschau liegt versteckt im Tal der Rur in der Eifel, nahe der belgischen Grenze, und sieht aus wie ein überlebensgroßes Adventsdorf. Enge Gassen, Schieferfassaden, knapp 12.000 Einwohner:innen und das leise Rauschen des Flusses. Monschau ist anerkannter Luftkurort und hat 170.000 Übernachtungen pro Jahr. Zu den größten Attraktionen zählen die Burg Monschau aus dem 13. Jahrhundert, das Rote Haus, die historische Senfmühle sowie der Marktplatz mit diversen Cafés und Restaurants. Wer hier war, will meist bald wieder hin.
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Lemgo – Hanse trifft Hexengeschichte
Ein Stück Hanse im Lipperland: Die Altstadt von Lemgo ist ein Schatz aus Fachwerk und Renaissance. Der Ort wurde im Jahr 1190 an einer Kreuzung wichtiger Handelswege gebaut. Wer heute durch die Straßen geht, entdeckt Spuren der Hansezeit – und dunkle Kapitel aus der Hexenverfolgung.
Zwischen Schmuckgiebeln und Stadtmauer liegt hier viel Geschichte im Pflaster. Die Stadt war Zentrum des Leinen- und Textilgewerbes, später bekannt für Wagenbau, Tabakverarbeitung und Seidenindustrie. Lemgo hat heute um die 42.000 Einwohner:innen und ist eine der größten Städte im Kreis Lippe.
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Tecklenburg – Hügel, Fachwerk, Freilufttheater
Auch dank seiner Lage am Rande des Teutoburger Walds sieht Tecklenburg aus wie ein Ort aus dem Märchenbuch. Der Ort zählt zu den schönsten Städtchen des Münsterlndes, auch dank seines gut erhltenen historischen Stadtkerns: Kleine Lädchen, kunstvolle Hausfassaden und versteckte Innenhöfe laden zum Bummeln ein.
Heute hat Tecklenburg um die 9.000 Einwohner:innen, aber früher spielte es eine wichtige Rolle. Es lag geostrategisch wichtig an Handesrouten und dem berühmten Jakobsweg. Im Wasserschloss Haus Marck wurde im Jahr 1643 der Westfälischen Frieden geschlossen. Der Arzt Johann Weyer, ein Gegner der Hexenverfolgungen, fand Schutz im Tecklenburger Grafenhaus. Das Thema wird heute durch den “Hexenpfad”, einen Sagenwanderweg, touristisch aufgearbeitet.