Fotos: Instagram / @helleniacolonia
Von unserer REDAKTION
Köln – Während der Karneval schon auf Hochtouren läuft, zeigt Köln, wie bunt es wirklich ist. Mit Blick auf die Bundestagswahl am 23. Februar sind in Köln am Samstag Zehntausende auf die Straße gegangen. Gegen Rechts und für Demokratie. Mit 5.000 Menschen war vorab gerechnet worden – am Ende waren es laut Organisatoren mehr als 70.000.
Die Demonstration in Köln war einer der bisher größten Proteste bundesweit. Mit Trommeln, Kochtöpfen und klaren Botschaften setzten die Demonstrierenden ein Zeichen: „Lieber solidarisch, als solide arisch” oder „Wenn AfD die Lösung ist, wie dumm war dann die Frage?”. Auch CDU-Parteichef Friedrich Merz und seine geplante Verschärfung der Migrationspolitik, der bisher nur die AfD zustimmen will, standen in der Kritik: „Kein Fraktionsgeklüngel mit der AfD!“ oder „Niemand mag Nazis außer Merz“ stand auf den Schildern.

Unter dem Hashtag „#5vor12. Laut für Demokratie“ hatte das Bündnis „Köln stellt sich quer“ zur Demonstration aufgerufen. Das Bündnis wird von einer breiten Allianz aus Vereinen, Gewerkschaften, Parteien und zivilgesellschaftlichen Initiativen unterstützt, darunter auch das Festkomitee Kölner Karneval. Auch prominente Persönlichkeiten wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) beteiligten sich an dem Protest. Die Demonstration zog vom Heumarkt zum Rudolfplatz, wo sie mit einer großen Kundgebung endete.
Die Polizei lobte den friedlichen Verlauf der Demonstration. Sie schätzte die Menge auf etwa 40.000 Demonstranten.
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