Die Bombe der letzten Entschärfung Foto: Instagram/Stadt Köln
Von der REDAKTION
Köln – Die letzte Entschärfung einer Weltkriegsbombe ist keine Woche her, am Mittwochabend wurde das Belgische Viertel wieder lahm gelegt. Bei Sondierungsarbeiten auf dem Sportplatz zwischen Aachener und Innerer Kanalstraße wurde wieder eine Weltkriegsbombe gefunden. Diesmal ein Modell mit zwei Zündern.
Sechs Tage, nachdem am Gymnasium Kreuzgasse ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden war, wird am Mittwochmittag ein weiterer Blindgänger gefunden. Der liegt 300 Meter weiter südlich auf dem Sportplatz zwischen Innerer Kanal- und Aachener Straße im Inneren Grüngürtel. Es handelt sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe mit einem Heck- und einem Kopfzünder.
2.500 Menschen evakuiert
Die Bombe muss am selben Tag entschärft werden. Dafür muss ein Gefahrenbereich mit einem Radius von 500 Metern abgesperrt werden. Gut 2.500 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen. In der Moschee wird wieder eine Aufnahmestation eingerichtet. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.
Während die betroffenen Anwohnenden ihre Wohnungen mit großem Verständnis und ohne Probleme verlassen, so die Stadt Köln. sind einige Besucher des Grüngürtels nicht so einsichtig. Erst wenn auch die Grünflächen geräumt sind, kann es weiter gehen.
Zwei-Zünder-Bombe
Auf die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf kommt an diesem Abend eine Herausforderung zu: Die Bombe ist mit zwei Zündern bestückt. Der eine befindet sich am Heck, der andere am Kopf. Zudem befindet sie sich in einem Areal unter der Erdoberfläche, das früher eine ehemalige Mülldeponie war. Um nicht mit eventuellen Schadstoffen in Berührung zu kommen, arbeiten die Spezialisten in Schutzkleidung.
Entschärft um Mitternacht
Die rund 2.500 evakuierten Anwohnenden wird auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Erst gegen Mitternacht melden die Experten Entwarnung: Die Zehn-Zentner-Bombe ist entschärft. Die lange Liegezeit im Erdreich hat den Zündern so zugesetzt, dass sie nur mit besonderer Vorsicht und mit Spezialwerkzeugen unschädlich gemacht werden kann.
Im Sonderdienst waren 124 Mitarbeitende des Ordnungsamtes der Stadt Köln, 35 Einsatzkräfte von Hilfsdiensten, zwölf Polizist*innen, acht Feuerwehrleute sowie Mitarbeitende von KVB und DB.
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