Kängurus und Zwergotter: Neue Gehege und Bewohner im Kölner Zoo

Foto: Kölner Zoo/Werner Scheurer

Von Hong Kayser (Text + Videos)

Mitten durchs Känguru-Gehege spazieren? Willkommen im neuen Kölner Zoo-Highlight.

Pünktlich zum Start der Sommerferien präsentiert der Kölner Zoo seine neuesten Bewohner – und gleich zwei neue Anlagen. Ein bisschen Australien mitten in Köln: Die neue Außenanlage für Kängurus ist nicht einfach ein Gehege – sie ist eine begehbare Voliere. Ohne Gitter, ohne Scheiben, dafür mit direktem Blick. Wer hier durchspaziert, erlebt die Tiere aus nächster Nähe. Es gibt täglich eine kommentierte Fütterung.

Wer sind die Känguruhs?

wei Südliche Neuguinea-Filander – ein Weibchen und ein Männchen.

Den Anfang machen zwei Südliche Neuguinea-Filander – ein Weibchen und ein Männchen. Noch nie gehört? Du bist nicht allein. Diese kleinen, stämmigen Kängurus mit dem dunklen Fell kommen aus Neuguinea und gelten als gefährdet. Sie sind Pflanzenfresser, leben eigentlich im Regenwald und teilen sich in Köln bald die 1.160 m² große Anlage mit zwei weiteren Arten: den auffällig gemusterten Goodfellow-Baumkängurus und den robusten Braunen Buschkängurus. Noch sind die beiden letzteren nicht eingezogen – sie reisen in den nächsten Wochen aus anderen Zoos an.

Die Otter bekommen ihr eigene Poollandschaft

„Ludo“ und „Anna“, das Zwergotter-Paar, das viele Zoobesucher:innen längst ins Herz geschlossen haben.

Ein paar Schritte weiter wuseln schon zwei alte Bekannte durchs Gehege: „Ludo“ und „Anna“, das Zwergotter-Paar, das viele Zoobesucher:innen längst ins Herz geschlossen haben. Ihr neues Revier ist ein Upgrade – mit Innen- und Außenbereich, Bachlauf, Poollandschaft und einer kleinen Rutsche. Und das ist auch nötig. Denn Zwergotter sind zwar die kleinste Otterart der Welt, aber alles andere als faul: Sie leben in Familienverbänden von bis zu zwölf Tieren, spielen, planschen, jagen. Ihr Repertoire an Lautäußerungen ist vielseitig.

Die Otter erobern ihren Pool

Tierisch sinnvoll: Zoo-Erlebnis trifft Artenschutz

Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel ist begeistert vom Ergebnis: „Die Anlage vereint alles, wofür moderne Zooarbeit heute steht: Unsere Gäste tauchen in diesem begehbaren Gehege unmittelbar in die Welt der hier lebenden Tiere ein und nehmen dank spannender Edukationsmodule viel Wissen rund um die Fauna Neuguineas mit. Die Tiere finden ein nach neuesten biologischen Erkenntnissen gestaltetes Zuhause mit viel Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten vor. Gleichzeitig können wir unsere Artenschutzarbeit für die gefährdeten Baumkängurus auf eine neue Ebene heben, denn wir unterstützen jetzt ein Artenschutzzentrum auf Neuguinea. Win-win auf allen Seiten also.“

Noch mehr Zoo-Action zum Geburtstag

Die Kölner Zoo-Direktoren Christopher Landsberg und Theo Pagel
Die Kölner Zoo-Direktoren Christopher Landsberg und Theo Pagel

Der 165-jährige Geburtstag wird nicht nur mit neuen Tieranlagen gefeiert – der Kölner Zoo legt gleich mehrere Extras obendrauf:

  • Dino-Alarm! In der neuen Sonderausstellung Dinoworld stehen 24 riesige Urzeitwesen – vom T-Rex bis zum 35 Meter langen Argentinosaurus. Die animierten Figuren stammen vom weltweit bekannten Dino-Designer „DinoDon“ und lassen Kinderherzen höher schlagen (und Eltern kurz zur Kreditkarte greifen).
  • Dino VR-Erlebnis im Alten Nashornhaus: Wer lieber virtuell reist, kann mit VR-Brille und Erzähler Frank Schätzing auf eine 10-minütige Zeitreise gehen – zurück ins Reich der Dinosaurier. Realismusfaktor: Hoch. Gänsehaut inklusive.
  • Sammelspaß für Tierfans: Exklusiv zum Jubiläum gibt’s ein eigenes Panini-Stickeralbum mit 260 Tierstickern, Sonderseiten zur Dinoworld und sechs Gratis-Stickern zum Start.

Praktischer Tipp zum Schluss

Zoo-Besuch geplant? Dann kauf dein Ticket am besten online – das spart nicht nur Zeit an der Kasse, sondern gilt auch direkt als VRS-Fahrausweis. Der Zoo ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, weitere Infos findest du auf www.koelnerzoo.de.

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