Von MATTHIAS DÜLKS
Köln – Köln hat eine neue Premium-Baustellen. Fürs Frühjahr gibt es den Rhein hinterm Bauzaun, zumindest an der Deutzer Brücke. Warum in der Altsadt der Asphalt jetzt aufgerissen wird…
Das Stück Rheinuferpromenade zwischen Fischmarkt und Deutzer Brücke wurde 1963 – damals eine Sensation – um fünf Meter Breite erweitert. Diese fünf Meter ragen die über den Rhein heraus. Technisch bezeichnet als Kragplatte. 235 Meter lang. Auf dieser Länge steht unter anderem auch der denkmalgeschützte Kölner Pegel.

Problem dieser damals modernen Konstruktion: Beim Bau wurde der zu der Zeit übliche “Sigma oval St145/160” verwendet. Mittlerweile weiß man, dass dieser Stahl zu Spannungsrisskorrosion neigt. Deswegen wird die Konstruktion am Kölner Altstadt-Ufer aktuell erstmal ab- und dann neugebaut. Im Herbst 2022 hatten die Bauarbeiten Höhe Fischmarkt begonnen. Dauer: knapp anderthalb Jahre. Kosten: knapp 20 Millionen Euro.
De Kragplatte ist eigentlich das Herzstück der Rheinpromenade, die intensiv von Radfahrern und Fußgängern genutzt wird. Wegen der beengten Platzverhältnisse sowie der eingeschränkten Zufahrten wird der gesamte Abbruch der Platte und der überwiegende Neubau vom Wasser aus erfolgen.
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Schon mal zum Freuen: Die zukünftige Promenade soll künftig in drei Bereiche unterteilt sein. Eine große Transitzone in der Mitte für Spaziergänger und Radler, eine Ruhezone an der Wiese und eine Verweilzone am Rhein-Geländer. SCHÖÖÖN!
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zuerst veröffentlicht am 23. April 2023, aktualisiert am 29. April 2023