Von JOHANNA SCHMIDT
Köln – Der erste Eindruck zählt. Und der ist für alle, die an der KVB-Haltestelle “Bahnhof Deutz/Messe” ankommen, ziemlich schäbig. Neben den düsteren orange-braunen Wänden fehlt aktuell an vielen Stellen die Deckenverkleidung.
Dabei kommen mehr als drei Millionen Menschen aus 200 Nationen jährlich zur Messe nach Köln, die meisten von ihnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Dass am “Bahnhof Deutz/Messe” einer der erfolgreichsten Messe-Standorte Deutschlands liegt, vermutet man allerdings nicht – eher das Gegenteil. Das soll sich jetzt ändern:
Die U-Bahn-Haltestelle „Bahnhof Deutz/Messe“ soll neugestaltet und brandschutzgerecht saniert werden. Darüber berät der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am 23. Januar.
- Der Status Quo der Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe
- So schön soll die neue Optik werden
- Der neue Brandschutz für mehr Sicherheit
- Ablauf der geplanten Baumaßnahmen
- Drei Jahre Umbau, 62 Millionen Euro Kosten
Das ist der Status Quo

So sieht die Haltestelle aktuell aus: An vielen Stellen ist die Deckenverkleidung ab
Für Köln ist die Haltestelle einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Rechtsrheinischen: ein KVB-Kreuzung mit Zugang zur Deutschen Bahn, außerdem Haltestelle für Messe und Kölnarena.
Die Haltestelle liegt an der Opladener Straße und im Kreuzungsbereich Opladener Straße/Justinianstraße. Neben den schadhaften Wandbelägen muss der Brandschutz außerdem dringend überarbeitet werden.
Die neue Optik der Haltestelle

Viel Licht, klare Linien und freundliche Farben: So soll die Haltestelle mal aussehen
Die unübersichtliche Haltestelle soll durch einheitliche, reduzierte und klare Formen und Materialien ruhiger wirken. Die Wände sollen mit durchsichtigen, hinterleuchteten Glas-Elementen mit einer Beton-Fassade neu gestaltet werden.
Innerhalb der Haltestelle soll die Raumstruktur aufgeträumt und verbessert werden. In der Verteilerhalle und der Fahrebene werden außerdem alle Bodenbeläge und die Abhang-Decken erneuert.

So soll die Haltestelle nach dem Umbau aussehen, laut Visualisierung
Das ist für den Brandschutz geplant

Der erste Eindruck aktuell: ziemlich unterirdisch
Für die brandschutztechnische Sanierung ist die Bildung von Brand- und Rauchabschnitten geplant, damit Feuer und Rauch beispielsweise aus Betriebsräumen oder Geschäften nicht in die öffentlichen Bereiche eindringen können, was eine Evakuierung erschweren oder gefährden könnte.
Die Ausbreitung des Rauchs soll durch sogenannte Rauchschürzen und Rauchrückhaltezonen gezielt gelenkt werden. Für die brandschutztechnische Sanierung sind Umbauten als auch die Überarbeitung der gesamten Sanitär-, Elektro- und Lüftungsinstallation vorgesehen.
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Booking.comSo sollen die Bauarbeiten laufen
Um den öffentlichen Nahverkehr und die Anbindung an die Deutschen Bahn möglichst wenig zu beeinträchtigen, sollen alle erforderlichen Arbeiten nach Möglichkeit im laufenden KVB-Betrieb durchgeführt werden.

Auch im Gleisbereich ist die Decke defekt – und alles ziemlich trist in Braun-Orange
Im Zuge der Baumaßnahme werden alle Ausbauelemente, beispielsweise Boden- und Wandbeläge sowie die eingebauten Abhang-Decken, zurückgebaut. Für eine bessere Orientierung werden die bestehenden Einbauten der ehemaligen Bank, des Kiosks und der ehemalige Vereinsraum des Deutzer Karnevalsvereins zurückgebaut und durch einen geradlinigen Riegel ersetzt, um die Übersicht innerhalb des Bauwerks zu verbessern.
Die U-Bahn-Haltestelle „Bahnhof Deutz/Messe“ wurde 1983 eröffnet und ist bereits barrierefrei umgebaut. Der Bau der Aufzüge zu den Bahnsteigen des Bahnhofs Köln Messe/Deutz wird von der Deutschen Bahn parallel durchgeführt.
Geplante Bauzeit: drei Jahre
Nach der Ausschreibung soll Anfang 2025 mit dem Bau begonnen werden. Die Stadt Köln rechnet mit einer Bauzeit von etwa 36 Monaten und Gesamtkosten von rund 62 Millionen Euro brutto.
Nach weiterer Gremienbeteiligung soll der Rat der Stadt Köln am Donnerstag, 21. März entscheiden.
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