Von HONG KAYSER & STEPHANIE KAYSER
Köln – Am Ende hatten alle Kölsch – ob im Glas oder auf der Uniform. Beim Einzug in die “Hofburg “zeigt Kölns designiertes Dreigestirn schon mal, wieviel Temperament in ihm steckt. Als der künftige Prinz Sascha I. (29, Sascha Klupsch) den Zapfhahn übernimmt, bleibt kein Auge trocken…
Von Anfang an. Kölns Dreigestirn hat in der Session mehr als 400 Termine und Auftritte, alles eng getaktet. Damit die Organisation klappt, wohnen die Prinz, Bauer und Jungfrau bis Aschermittwoch unter einem Dach, genauer gesagt in einem Hotel. Das “Dorint am Heumarkt” ist die offizielle Hofburg Kölns.

Diese Husaren sind wirklich TREU
Bei ziemlich fiesen Wetter machen sich am Dienstag Sascha Klupsch (29.), sein Papa Friedrich Klupsch (wird Jungfrau Frieda) und sein Onkel Werner Klupsch (der designierte Bauer) mit Traktor und Anhänger auf den Weg. Die Drei sind Mitglieder bei der Karnevalsgesellschaft Treuer Husar.
Trotz Regen wird der Einzug zum Spektakel. Eine XL-Abordnung der “Treuen Husaren” begleitet “ihr” Dreigestirn auf der feucht-fröhlichen Strecke, dazu dutzende Vertreter anderer Gesellschaften und Korps – Rote Funken, Altstädter, Nippeser Bürgerwehr, Colombinen und mehr.

Am Ende zieht ein Zoch von geschätzt mehr als 200 Mann durch den Regen durch Kölle, viele mit Fackeln, vom Ursulaplatz durch die Altstadt bis zum Hotel. Mit dabei auch Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn und der “Treuer Husar”-Präsident Markus Simonian. Auch wenn die vielen Zaungäste am Straßenrand heute fehlen, tut das der Stimmung keinen Abbruch.


Und dann kommt das Kölsch-Fass
Nach dem Einzug bekommt das Dreigestirn traditionell eine Aufgabe von ihrem neuen Herbergsvater, Dorint-Direktor Marko Markovic gestellt. Der verlangt in diesem Jahr nicht viel – die Drei sollen ein Fass anschlagen. Und was dann passiert, geht in die Annalen des Fasteleers ein.
Kölns designierter Prinz hat den Zapfhahn routiniert ins Fass geschlagen, dreht sich gerade um, um den ersten Kranz zu holen – als der Zapfhahn aus dem Fass fliegt, fängt das Kölsch an, auf den Hotelteppich zu fließen.


Kölns künfiger Prinz fackelt nicht lange und greift zu: Er will das Leck mit seinen behandschuhten Fingern stopfen. Das führt allerdings dazu, dass das Kölsch jetzt richtig los spritzt. Alle auf der Bühne ducken sich weg, das Kölsch spritzt weiter.


Rettung kommt von hinten: Papa Friedrich, bald Jungfrau Frieda hat die Notlage gecheckt und steckt einen neuen Zapfhahn ins Loch. Was für eine Familie! Onkel Werner, bald unser Bauer hat sich übrigens die ganze Zeit über schlapp gelacht.

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Was wir schon beim Einzug erlebt haben, hat Köln ein unglaublich sympathisches Dreigestirn bekommen. Man merkt, dass die drei verwandt sind, total herzlich und vertraut im Umgang. Und absolut bodenständig. Nach seiner Kölsch-Sauerei entschuldigt sich Sascha beim Personal: “Ich werd auf jeden Fall was in die Kaffeekasse werfen für die Reinigung.”
Am Freitag wird Familie Klupsch zu Kölns Dreigestirn proklamiert und übernimmt bis Aschermittwoch die jecke Herrschaft über die Stadt. Wir freuen uns darauf.
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