Foto: Festkomitee
Von HONG KAYSER
Köln – Schön, wenn alles in der Familie bleibt. Manchmal sogar ein Dreigestirn. Die Weltpremiere im Kölner Karneval: Zum ersten Mal treten Sohn, Papa und Onkel gemeinsam als Trifolium auf. In Köln regiert bis Aschermittwoch Familie Klupsch.
Sascha (29), Werner (65) und Friedrich Klupsch (57) werden als Prinz Sascha I., Bauer Werner und Jungfrau Frieda in diesem Jahr durch den Karneval ziehen. Die Familie ist bei der Karnevalsgesellschaft Treuer Husar Blau-gelb aktiv. Das erste Dreigestirn nach 24 Jahren für den Kölner Traditionsverein. Das Motto dieser Session: „Wat e Theater – Wat e Jeckespill“.
Erstmals besteht das Kölner Dreigestirn aus Vater, Sohn und Onkel. Karneval ist eine Familien-Leidenschaft. „Alle drei sind fest in der kölschen Kultur verankert und tragen das auch nach außen, sie werden alle Jecken auf eine wundervolle Reise mitnehmen. Ich freue mich auf eine tolle Session, die dank Sascha, Werner und Friedrich einzigartige Erinnerungen schaffen wird”, lobte Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn schon im Vorfeld.
Der Junior ist Prinz



Legendärer Auftritt beim Einzug in die “Hofburg”: Hier tauft der Prinz beim Fass-Anstich die ersten vier Reihen mit lecker Kölsch
Bei Familie Klupsch tanzt der Junior in der ersten Reihe, dabei ist Sascha Klupsch eigentlich total bodenständig: Seit einer Ausbildung als Anlagenmechaniker arbeitet er in der Firma seines Vaters. Außerdem gründete er einen Onlinevertrieb für Gebrauchsartikel aus dem Sanitär-Heizung-Klima-Bereich, und ist Teilhaber des Textil-Labels “Kölsche Originale”.
Für Sascha Klupsch wird diese Session nicht nur unvergesslich, weil er als Prinz durch die Säle zieht. Er feiert auch eine Woche nach der Proklamation seinen 30. Geburtstag. Trotz seines jungen Alters ist er ein erfahrener Karnevals-Hase. Nach zwei Jahren im Tanzkorps des Treuen Husars trat er 2014 dem Offizierskorps bei, heute ist er außerdem Senator bei der KG Grosse Braunsfelder und Mitglied bei der Großen Kölner KG.
„Prinz Karneval zu sein ist für sich genommen eine unglaubliche Ehre, aber zusammen mit meinem Vater und meinem Onkel das Dreigestirn darstellen zu können, übertrifft wirklich alles. Ich freue mich auf alle kölschen Jecken und eine unvergessliche Session“, sagt der Prinz.
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Der Bauer Werner, Onkel von Sascha Klupsch, arbeitet als selbstständiger Gas-Wasser-Installateur und zusätzlich nebenbei als Energieberater. Wie alle Klupschs ist er leidenschaftlicher FC- und Haie-Fan. Mit seiner Frau Monika fährt er am liebsten nach Mallorca, wo sie mit dem Boot in den Buchten unterwegs sind oder mit dem Stand-Up-Paddle unterwegs sein.
Schon seit 1973 ist Werner dem Treuen Husar verbunden, erst im Musikkorps, seit 2019 im Korps á la Suite. Neben dem blau-gelben Traditionskorps ist Werner Klupsch Archivar bei den Fidelen Burggrafen und Zunftmeister der Kölner Narrenzunft. Als ausgebildeter Heizungs- und Sanitär-Meister hat er außerdem auch bei der KG Kölsche Lübüggele eine Heimat gefunden.
Papa macht die Jungfrau

Wie sein großer Bruder ist auch Friedrich Klupsch selbststängier Gas-Wasser-Installateur (verheiratet, Sohn Sascha und Tochter Svenja). Zusammen mit Frau Anette ist er viel mit dem Hund unterwegs, außerdem natürlich bei jedem Heimspiel im Stadion.
Der Treue Husar spielt auch bei Friedrich Klupsch schon lange eine große Rolle. Nach seiner Zeit als aktiver Tänzer im Tanzkorps wurde er Teil des Offizierskorps, heute ist er Senator und Vizechef im Korps á la Suite.
Das Engagement der Jungfrau Frieda geht weit über das Traditionskorps hinaus: Wie sein Sohn ist er als Senator in der KG Grosse Braunsfelder aktiv und wie sein Bruder Mitglied der KG Kölsche Lübüggele. Seit diesem Jahr ist Klupsch außerdem Förderer bei der Nippeser Bürgerwehr, bei der seine Tochter Svenja als Tanzmarie tanzt.
KARNEVAL IN FAMILLICH – schöner geht es nicht!
Das Motto der Session
Das Motto in der Session 2024 lautet „Wat e Theater – wat e Jeckespill“. Als Hommage an die kölsche Theaterkultur gedacht, wird die Aufmerksamkeit damit auf die vielen Bühnen gelenkt, auf denen Karneval und Kultur zusammenkommen.
Ob Opernbühne oder Kellertheater, sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Kölner Kultur und müssen erhalten bleiben. Gleichzeitig soll das Motto einen typisch kölschen Stoßseufzer über die Weltlage ausdrücken. Kriege und Krisen haben uns die letzten Jahre herausgefordert und oft fassungslos zurückgelassen.
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