Von STEPHANIE KAYSER
Köln – Der Mann weiß, wovon er spricht. Tom Thomas ist eine Legende in der Kölner Szene: Als Student hat er mit Partys auf dem Ring angefangen, heute ist er erfolgreicher Multi-Unternehmer. Im Februar feierte Tom Thomas seinen 50. Geburtstag. Zeit über Kölns Nachtleben zu sprechen.
Tom Thomas ist heute an mehr als 30 (!) Unternehmen beteiligt. An Gastronomien und bekannten Nachtclubs wie Flamingo Royal, Café de Paris, Bootshaus, Brüsseler Bar und Spencer & Hill, aber längst auch in anderen Bereichen und außerhalb Kölns (mehr dazu hier).
Fotos: Instagram/tom thomas_official
Foto: Instagram
Traumjob Nachtleben?
Früher haben alle davon geträumt, im Nachtleben zu arbeiten. Partyveranstalter, Sorter, VIP-Hostess oder am besten direkt ein eigener Club. Immer mit angesagten Party, hübschen Mädels und coolen Jungs. Im Nachtleben hat man sich gezeigt, hier wollte man dabei sein”, sagt Tom Thomas. Heutzutage sei das anders.
“Wenn du dich heute präsentieren willst, egal ob Mann oder Frau, dann machst du das auf Instagram. Du musst nicht mehr auf eine Party gehen oder sogar eine Party organisieren, damit du die Aufmerksamkeit der Leute bekommst und dir einen Namen machst. Heute reicht ein gutes Video oder Foto.” Die berufliche Perspektive habe sich geändert: “Heute willst du Influencer werden oder Reality Star.”
Früher Showtime, heute Social Media
Wer früher berühmt werden wollte, für die gab es ein paar Pflichtpartys in Köln, auf die man es irgendwie schaffen musste. Dahin kommen, wo man die wichtigen und richtigen Leute traf.
“Heute musst du nicht mehr rausgehen. Du kannst via Social Media die Blicke auf dich lenken. Ob man selbst was postet oder bei den entsprechenden Leuten auf sich aufmerksam macht. Heutzutage kannst du dich auch für alle Fernsehshows von der Couch bewerben.”
Mit seinen Läden gehört Tom Thomas in Köln zu den angesagtesten Clubs. Gästesorgen hat er keine, “zum Glück”, sagt er: “Wir haben sehr, sehr viele Stammgäste und mit dem Bootshaus haben wir ja auch international einen Namen. Aber heutzutage muss man als Club viel innovativer sein, viel mehr anbieten als das früher der Fall war. Früher reichte quasi ein guter DJ, eine Licht- und Nebelmaschine und alle waren happy.”
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Booking.comAber auch Social Media wird das Nachtleben niemals erseetzen, davon ist Tom Thomas überzeugt: “Dass haben wir ja auch im den Lock-Downs gemerkt. Am Ende geht nichts über den direkten Kontakt zu anderen Menschen.” 20 Herzchen auf Instagram sind eine Sache, aber 20 bewundernde Blicke fühlen sich ganz anders an.
Das private Fotoalbum
Von Fashion bis Festival
Nichts desto trotz hat auch Tom Thomas sein Firmen-Imperium an die Zeit angepasst. “Wenn du nicht mit der Zeit gehst, gehst du mit der Zeit”, sagt der Kölner Unternehmer. Auch wenn er seine Beteiligung in der Kölner Gastro- und Clubszene mit ausgewählten Projekten immer noch ausbaut (zuletzt mit der Razzo Vegan Pizza Bar im Belgischen), ist er längst ist er nicht mehr nur im Bereich Nachtleben und Gastronomie aktiv.
“Ich habe ja selbst gesehen, wie Social Media und Online viele Geschäftszweige beeinflusst”, erkärt der Unternehmer. Mit der Firma “Micenna” bietet Tom Thomas Influencer Marketing, mit “Moon Crab” Performance Marketing, mit der Firma “Techwerk” Website- und App-Lösungen, mit “Cam Control” Baustellenüberwachung.
Als Festival- und Konzertveranstalter organisiert er unter anderem das “Am Blanken Wasser” Open-Air in Neuss, das “Nibirii”-Festival in Düren, das “BLCKLST”-Festival in Oberhausen, mit “Chicos Events” Partys in der LGBTQ-Szene. Mit “360 PPS” arbeitet der Kölner Unternehmer als Großveranstalter und Personaldienstleister, mit “Feste Feiern” werden Straßenfeste organisiert.
Und auch seine Leidenschaft für Fashion hat Tom Thomas zum Business gemacht – er ist in die Edel-Laden “Atelier X” auf der Ehrenstraße mit eingestiegen: “Langweilig wird es mir definitiv nicht. Ich habe noch einige gute Ideen.”
Privat ist der Kölner Unternehmer übrigens ein absoluter Familienmensch. Mit seiner Frau, Sängerin Nicole da Silva (“Deutschlands schönster Popstar”) ist er seit 20 Jahren zusammen. Das Paar hat vier Kinder.
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Booking.com10 Türsteher-Regeln
1. Sei Respektvoll
Türsteher verdienen Respekt – und der fängt mit einem “Guten Abend” an. Sei höflich in deinem Umgang, und es wird in der Regel erwidert. Der Job erfordert oft schwierige oder stressige Entscheidungen zum Schutz aller Gäste. Höflichkeit, Ruhe und Freundlichkeit in der Kommunikation helfen in der Regel weiter. Zusammengefasst bedeutet Respekt gegenüber Türstehern nicht nur reibungslosen Einlass, sondern auch die Förderung einer positiven Clubkultur.
2. Kommunikation
Wenn du Fragen hast, frage höflich nach und sei bereit, Anweisungen zu befolgen. Die Kommunikation ist entscheidend.
3. Dresscode beachten
Achte darauf, dass du dem Dresscode des Clubs entsprichst. Ein angemessenes Outfit erhöht deine Chancen, eingelassen zu werden. Vermeide zu legere oder zu formelle Kleidung, es sei denn, der Dresscode verlangt es. Das wichtigste Accessoire ist dein Selbstbewusstsein. Trage dein Outfit mit Stolz und sei du selbst.
4. Alkoholkonsum
Wenn du schon vor dem Club trinkst, halte den Alkoholkonsum in Maßen. Betrunkene Gäste werden oft nicht eingelassen. Vermeide daher vorab das sogenannte “Binge Drinking” (exzessives Trinken in kurzer Zeit). Trinke Alkohol langsam, um die Auswirkungen besser einschätzen zu können. Ein guter Snack vor dem Clubbesuch ist sowieso empfehlenswert.
5. Gästeliste oder Reservierung
Wenn du auf einer Gästeliste stehst oder eine Reservierung hast, weise darauf hin. Das kann den Einlass erleichtern. In der Regel ist es, gerade wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist, häufig gar nicht teurer, wenn alle für einen Tisch zusammen schmeißen.
6. Gruppenverhalten
Verhalte dich in der Gruppe angemessen. Aggressives oder unangemessenes Verhalten von Gruppenmitgliedern kann den Einlass verwehrt werden.
7. Geld bereithalten
Halte deinen Ausweis und Eintrittspreis bereit. Das macht den Check-in schneller und einfacher.
8. Authentizität
Sei du selbst. Türsteher schätzen Ehrlichkeit und Authentizität.
9. Selbstbewusstsein, kein Übermut
Selbstbewusstes Auftreten ist wichtig, aber übertreibe es nicht. Übermütiges Verhalten kann als respektlos wahrgenommen werden.
10. Kenne die Regeln
Kenntnis der Clubregeln ist entscheidend. Wenn du die Hausregeln kennst und befolgst, steigen deine Chancen auf Einlass.
Denke daran, dass die Entscheidung eines Türstehers letztendlich vom Club-Management abhängt. Respektiere ihre Entscheidung, auch wenn sie nicht in deinem Sinne ausfällt.
10 Kölner Clubs abseits Mainstream
Die Kölner Ringe und die Altstadt sind als Feiermeilen in der ganzen Republik bekannt. Tatsächlich hat das Kölner Nachtleben noch mehr zu bieten. Mehr als 3.000 sogenannter “Unterhaltungsstätten” gibt es am Rhein, zwei Drittel davon Bars und Kneipen. In welchen zehn Clubs man mal gefeiert haben muss, um mehr als Mainstream zu erleben – unser Ranking.
Neu in Köln? Keine Panik!
Köln – Herzlichen Glückwunsch zur Wahl einer chilligen Stadt in Deutschland. Köln ist herzlich. Unsere Stadt ist chaotisch. Köln kann total gaga. JAWOHL! Es gibt Leben abseits Berlins. Am Rhein nicht zu knapp. Und irgendwie haben auch (fast) alle gute Laune hier…
Den schlausten Satz zum Kölsch-Sein hat Kölns Fußballheld Lukas Podolski mal gesagt: „Kölner ist man auch in Bergheim.“ Auch wenn sich der Rest der Republik noch über die „echten Kölschen“ und „Imis“ (Zugezogenen) auslässt – in Köln juckt das Thema nicht wirklich (so lange du nicht unangenehm auffällst).
Du musst hier gar nix beweisen: Im Allgemeinen muss man in Köln eh nicht viel beweisen. Standesdünkel und Berührungsängste gibt es hier nicht. Kann es quasi nicht geben. Das liegt tatsächlich am Karneval. Dank Kostüm ist deine (finanzielle) Herkunft quasi nicht erkennbar.
Wenn du mit 8 Promille in der Kneipe oder im Saal schunkelst, dann fragst du die Person neben dir nicht nach Konto-Auszug oder lässt dir den Uni-Abschluss zeigen. Im Karneval sind alle gleich (mehr oder weniger). Und nach Aschermittwoch werden alle dann NICHT – logisch – auf einmal wieder anders. Dafür ist Köln viel zu klein. Mehr hier.
Internationales Dorf-Feeling
Das Schöne an Köln: Fast die Hälfte der Leute hat ihre Wurzeln woanders. 180 Nationen leben in Köln friedlich nebeneinander. Mehr als eine Million Menschen.
Im Schatten des Doms wird die Nächstenliebe intensiv praktiziert. Im Prinzip kann jede*r jede*n lieben. Mehr als 10 Prozent der Menschen am Rhein lieben divers. In Köln ist die LGBTQ-Community Teil des öffentlichen Lebens. Die Christopher Street Day-Demonstration zieht jährlich hunderttausende Besucher*innen an den Rhein.
In Köln lebst du draußen. Hast du vermutlich ja auch schon gesehen. Egal ob 4 Grad oder 40 – sobald die Sonne scheint, sammeln sich Menschen aus Köln in der Sonne. Egal ob (mit kalten Hintern) auf irgendeiner Draußen-Terrasse oder auf der Wiese im Grüngürtel (mit leicht feuchtem Hintern), mit Bierchen und ein paar Kumpelinen vor dem Kiosk.
zuerst veröffentlicht am 16. Februar 2023














