Von HONG KAYSER (Text & Fotos)
Köln – Die Mission war jeck, die Sicherheitskontrollen genauso streng wie sonst auch: Am Mittwochabend trafen sich Kölns Karnevalisten zum Fastelovends-Gottesdienst. Ökumenisch, ohne Kardinal Woelki.
Im flotten Gang marschierte Kölns künftiger Prinz Sascha I. (die offizielle Proklamation ist am Freitag) zur Messe. Leicht verschnupft, aber bester Laune: “Hab mich vermutlich am Kölsch erkältet”, unkte er. Beim Einzug in die Hofburg am Dienstag hatte er ein Fass Kölsch so angeschlagen, dass die vier ersten Reihen im Saal gleich mitgetauft wurden.


Bereits um 18.15 Uhr begann der Einmarsch der Fahnen-, vielmehr Plaggenträger. Die Besucher kamen früh, die Sicherheitskontrollen dauerten. Auf ihre schmucken Säbel mussten die Karnevals-Kameraden im Dom verzichten: verboten!
Zum 17. Mal holten sich Kölns Vollblut-Karnevalisten den Segen für die Session. Zusammen mit dem evangelischen Stadtsuperintendenten Dr. Bernhard Seiger führte der katholische Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine durch den Gottesdienst.

Dass Brings mal in einer katholischen Kirche gesungen werden, hätten sie vermutlich auch nie erwartet. Aber ihr Lied “Liebe gewinnt” aus dem Jahr 2017 ist heute aktueller denn je. Wie heißt es im Refrain: “Wir werden frei sein, wenn wir uns lieben, es wird vorbei sein, mit all den Kriegen, wir sind Brüder, wir sind Schwestern, ganz egal wo wir sind, glaub mir: die Liebe gewinnt.”
Ganz große Gänsehaut, als beim Ausmarsch der Plaggenträger “Am Dom zo Kölle” gespielt wurde. Da schunkelten sich die Sitzreihen warm. Und mitsingen können wir ja sowieso.
P.S Mehr zu Kölns neuem Dreigestirn erfahrt ihr hier.
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