ALLE INFOS ZU KARNEVAL 2024 – Die neuen Regeln der Stadt Köln

Weiberfastnacht 2023 an der Zülpicher Straße

Von der REDAKTION

Köln – Countdown auf Weiberfastnacht läuft: Hunderttausende werden wieder Karneval in Kölle feiern. Damit das bis Karnevalsdienstag möglichst reibungslos von statten geht, hat die Stadt Köln jetzt die Karnevals-Regeln 2024 bekannt gegeben.

Das Sicherheitskonzept wurde von Stadt, Polizei, KVB, AWB und allen anderen Akteuren abgestimmt. An allen Karnevalstagen tagt im Rathaus ein Koordinierungsstab, in dem neben der Stadt, deren Dienstleister, Landes- und Bundespolizei auch die Kölner Verkehrs-Betriebe, die Abfallwirtschaftsbetriebe und die jeweiligen Veranstalter vertreten sind.

Verkehrseinschränkungen in Köln

Der Straßenkarneval wirft seine Schatten voraus. Die ersten Halteverbote sind bereits in Kölner Innenstadt aufgebaut worden. Der Verkehrsdienst der Stadt ist für den Aufbau der Tribünen, Logistikflächen und Toiletten im Einsatz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erteilen Verwarnungen oder stellen Fahrzeuge sicher, die in diesen Bereichen falsch parken.

Allein um die Sperrungen für den Rosenmontagzug vorzunehmen und zum Beispiel Absperrbalken anzubringen, Pfosten zu entfernen und Schilder aufzustellen, sind über 50 Mitarbeitende der zwei städtischen Bauhöfe bis zu drei Wochen vor und nach Karneval im Einsatz.

Die Stadt appelliert an alle Verkehrsteilnehmenden, ihre Fahrzeuge – auch Zweiräder – außerhalb der gesperrten Bereiche zu parken und die Sonderbeschilderung zu beachten.

Das war Weiberfastnacht 2023

Sperrungen rund um die Zülpicher und am Ring

Von Weiberfastnacht, 8. Februar bis Veilchendienstag, 13. Februar werden diverse Straßen im Kwartier Latäng gesperrt. Die Sperrungen beginnen gegen 6 Uhr und werden zwischen 2 und 4 Uhr in der Nacht aufgehoben.

  • Die Zülpicher Straße wird zwischen der Universitätsstraße und dem Hohenstaufenring für den Straßenverkehr ab Donnerstag früh voll gesperrt.
  • Die Roonstraße und der Hohenstaufenring sind zwischen der Lindenstraße und dem Barbarossaplatz jeweils voll gesperrt.
  • Darüber hinaus gesperrt sind der Rathenauplatz, die Boisseréestraße, die Görresstraße, die Lochnerstraße, die Meister-Gerhard-Straße, die Heinsbergstraße, die Kyffhäuserstraße, die Hochstadenstraße, die Dasselstraße, die Moselstraße, die Engelbertstraße zwischen Beethovenstraße und Zülpicher Straße, der Zülpicher Wall, die Meister-Ekkehart-Straße und die Wilhelm-Waldeyer-Straße.
  • Der Hohenstaufenring wird bereits ab dem 7. Februar für eine Veranstaltung von der Kreuzung Schaafenstraße bis zur Kreuzung Schaevenstraße gesperrt. Damit einhergehend werden die Lindenstraße sowie der Habsburgerring ebenfalls für den Individualverkehr gesperrt.

An den übrigen Karnevalstagen orientieren sich die Verkehrssperren an den Glasverbotszeiten. Sie werden jeweils eine Stunde vor Beginn des Glasverbots eingerichtet und aufgehoben, sobald es die Lage zulässt.

Sonntags wird der Verkehr nur bei Bedarf gesperrt.

  • Die Luxemburger Straße ist in Fahrtrichtung stadtauswärts auf einen Fahrstreifen verengt. Je nach Andrang der Besucher*innen wird sie im Laufe des Tages in Fahrtrichtung stadtauswärts gesperrt. Zudem wird sie im Bedarfsfall ab Universitätsstraße auch stadteinwärts gesperrt.
  • Darüber hinaus werden je nach Bedarf die Bachemer Straße und Lindenstraße in beide Richtungen gesperrt.

Der gesamte Innenstadtbereich sollte an den Karnevalstagen weiträumig umfahren werden, oder lieber mit der KVB.

Das war Rosenmontag 2023

LKW-Verbot

Um die Sicherheit der Feiernden zu erhöhen, verhängt die Stadt Köln in Absprache mit der Polizei Köln für die Kölner Innenstadt wieder ein Lkw-Fahrverbot. Es wird für Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 7,5 Tonnen ausgesprochen und gilt Donnerstag, Sonntag und Montag jeweils von 8 bis 2 Uhr am Folgetag.

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Spaß ohne Glas

  • ALTSTADT: In der Altstadt gilt wie an Karneval seit Jahren üblich ein Glasverbot: Weiberfastnacht von 8 Uhr bis Karnevalsfreitag um 8 Uhr, Karnevalssamstag von 12 Uhr bis Karnevalssonntag um 8 Uhr.

  • ZÜLPICHER: Im Kwartier Latäng dürfen Flaschen oder andere Behältnisse aus Glas an Weiberfastnacht von 8 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag, Karnevalsfreitag von 15 Uhr bis Samstag um 8 Uhr sowie Samstag von 12 Uhr bis Sonntag um 8 Uhr nicht mitgebracht werden. Rosenmontag gilt dort ein Glasverbot von 15 Uhr bis 8 Uhr am Dienstag.

  • SÜDSTADT: In der Südstadt werden Feiernde zwischen Weiberfastnacht, 8 Uhr, und Karnevalsfreitag, 8 Uhr, gebeten, freiwillig auf Glas zu verzichten.

Rund um die Zülpicher Straße

Angesichts der erwarteten Menschenmassen kontrolliert die Stadt den Zufluss auf die Zülpicher Straße und sperrt bei Überfüllung ab.

  • Eingänge für Feiernde befinden sich im Bereich der Unimensa und an der Roonstraße/Ecke Beethovenstraße.

  • Nicht erlaubt ist die Mitnahme von Musikboxen und sperrigen Gegenständen wie Handkarren.

Für Anwohnende, Gewerbetreibende sowie Leute mit Tickets für geschlossene Veranstaltungen gibt es separate Eingänge. Anwohnende erhalten mit einem Ausweisdokument an allen Sperren Zugang. Es wird empfohlen, den Zugang aus Richtung Unimensa zu meiden.

Für den Fall, dass zu viele Feiernde die Zülpicher Straße ansteuern sollten, hat die Stadt Köln auf der Uni-Wiese nebenan eine Ausweich-Partyfläche eingerichtet. Die Nutzung und musikalische Bespielung dieser Fläche erfolgt lediglich temporär. Nur dann werden auf der Uniwiese auch Getränke und Snacks verkauft. Alles Teil des umfassenden des Sperr- und Sicherheitskonzeptes zur Abwehr von Gefahren.

Damit die Uni-Wiese geschützt ist, wird sie mit Platten abgedeckt, zusätzliche Mülleimer und WCs werden aufgestellt. Die übrigen Bereiche werden abgesperrt. Toiletten und Abdeckung bleiben über alle Karnevalstage dort stehen bzw. liegen.

Das war der Sternenmarsch 2023

Aachener Weiher gesperrt

Erstmals sperrt die Stadt Köln auch im Bereich des Aachener Weihers Teilflächen mit Bauzäunen ab, um dort die Natur bestmöglich zu schützen. Am 11.11.2023 waren Tausende nach Sperrung der Zülpicher Straße auf die Wiese und die Ufer am Weiher ausgewichen und hatten ein Müll-Chaos hinterlassen und alles zertrampelt.

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Ordungsamt & Security

Rund 200 Beschäftigte des Ordnungsdienstes und des Verkehrsdienstes sind an den Karnevalstagen im Einsatz, um gemeinsam mit der Polizei für Sicherheit und Ordnung im Bereich der Karnevals-Hotspots zu sorgen.

Rund 1.000 Mitarbeitende eines privaten Sicherheitsunternehmens unterstützen bedarfsorientiert die Arbeit des Ordnungsamtes und wurden von der Stadt Köln mit der Glas- und Einlasskontrolle an den Zugängen und der Sicherung von Straßensperren beauftragt. Diese Sicherheitskräfte tragen Westen mit Nummern, die eine eindeutige Identifikation möglich machen.

Hilfsangebot für Kinder & Jugendliche

In Vorbereitung auf den Straßenkarneval führt der Ordnungsdienst ab Anfang Februar Präventiv-Ansprachen in Gastronomiebetrieben zum Thema Jugendschutz durch. Ab 16 Jahren sind Bier, Wein und Sekt erlaubt, hochprozentigere Getränke nicht.

An Weiberfastnacht und am Rosenmontag sind von 10 bis 20 Uhr in der Altstadt im Bereich Dom, Hauptbahnhof und Rheingarten, im Kwartier Latäng, dem dort angrenzenden Ringbereich und auf der Uni-Wiese Streetworker/innen unterwegs. Zu erkennen sind sie an ihren grünen und roten Jacken mit der Aufschrift „Streetwork“.

Die Streetworker/innen sind ansprechbar für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Unterstützung benötigen. Sie sprechen neben Deutsch auch Arabisch, Spanisch, Französisch und Englisch. Telefonisch sind die Streetworker/innen unter 01525/454 91 67 zu erreichen.

Feuerwehr und Hilfsorganisationen im Einsatz

Die Feuerwehr Köln rechnet an den Karnevalstagen wie in den Vorjahren mit deutlich mehr Einsätzen als an einem „normalen“ Tag. Alle Rettungswagen sind daher an Weiberfastnacht im Dienst, die Leitstelle wird aufgestockt.

  • Am Rautenstrauch-Joest-Museum wird vorübergehend eine eigene Rettungswache eingerichtet.
  • Im Kwartier Latäng, in der Altstadt und im Bereich des Hohenstaufenrings werden Teams der Feuerwehr unterwegs sein, die für einen reibungslosen Ablauf von Feuerwehreinsätzen in Bereichen mit hoher Personendichte sorgen.

Die hauptamtlichen Feuerwehrleute bekommen tatkräftige Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr und das THW. Im notfallmedizinischen Bereich werden hunderte ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende von ASB, DRK, DLRG, JUH, MHD und der Firma Falck im Einsatz sein. Sie besetzen die Unfallhilfsstellen rund um den Heumarkt, den Alter Markt und im Kwartier Latäng.

Unfallshilfstellen

  • Den Sanitätsdienst auf der Veranstaltungsfläche Hohenstaufenring stellt ein privater Sanitätsdienstleister sicher, den der Veranstalter beauftragt hat.
  • Im Bereich Alter Markt befinden sich die Unfallhilfsstellen an folgenden Standorten: Frankenwerft, Leystapel, Gürzenichstraße, Marsplatz, Alter Markt und Bechergasse.
  • Im Kwartier Latäng sind die Unfallhilfsstellen am Zülpicher Platz, am Bio-Gebäude der Uni, in der Luxemburger Straße, in der Meister-Ekkehart-Straße, in der Dasselstraße, in der Roonstraße und in der Bachemer Straße eingerichtet.
  • Von Freitag bis einschließlich Rosenmontag sind neben den vom Veranstalter der Züge gestellten Unfallhilfsstellen nur im Kwartier Latäng zwei Unfallhilfsstellen ab dem Nachmittag geplant: in der Roonstraße und in der Dasselstraße.
  • Der im Bereich der Altstadt stattfindende Sternmarsch wird mit zwei mobilen Unfallhilfsstellen abgesichert.

Erstmals mobiles Notfall-Zentrum

Um die Krankenhäuser zu entlasten, wird die Feuerwehr an Weiberfastnacht und Rosenmontag erstmalig ein Notfallversorgungszentrum (NVZ) am Berufskolleg Humboldtstraße einrichten. Hier betreut medizinisches Fachpersonal alkoholisierte, stabile Patient/innen und überwacht sie medizinisch, bis sie selbstständig oder in Begleitung den Nachhauseweg antreten können.

Das war die Proklamation 2024

Karnevals-Fundbüro

Wer etwas verloren oder gefunden hat, kann sich auch an den Karnevalstagen an das Fundbüro der Stadt Köln, Ottmar-Pohl-Platz 1, in Kalk wenden. Es ist an Weiberfastnacht von 8 bis 11 Uhr geöffnet, Karnevalsfreitag von 8 bis 12 Uhr und Karnevals-Dienstag von 8 bis 12 sowie von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Rosenmontag bleibt das Fundbüro geschlossen. Eine telefonische Auskunft ist über das Bürgertelefon 0221-2210 möglich.

Nur gegen Vorlage eines gültigen Personalausweises ist eine Herausgabe von Fundgegenständen möglich. Bei Abholung einer Fundsache durch Dritte ist zusätzlich die Vollmacht und die Kopie des Personalausweises der*des Verlierer*in nötig. Auch der Abholende muss einen gültigen Personalausweis vorlegen. Ein verlorenes Handy wird nur herausgegeben, wenn der*die Besitzer*in die IMEI-Nummer vorweisen kann. Diese steht auf den Kaufbelegen oder im Handy selbst.

EDELGARD-Beratung

Mädchen und Frauen, die sexuell belästigt, genötigt, bedroht oder vergewaltigt worden sind, finden Rat und Hilfe beim EDELGARD-Team. Die Beraterinnen sind Weiberfastnacht und Rosenmontag von 11 bis 1 Uhr nachts und Freitag, Samstag und Sonntag von 20 bis 1 Uhr unter der Telefonnummer 0221/221-27777 erreichbar. Auf Wunsch kann ein persönliches Gespräch vereinbart werden.


Darüber hinaus hat EDELGARD eine Karte aller „schützenden Orte“ in Köln erstellt, an denen Frauen und Mädchen Hilfe finden, wenn sie sich belästigt und bedroht fühlen.

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