HALBES GEHALT FÜR MIETE – So teuer ist Wohnen in Köln geworden

Von der REDAKTION

Köln – Die Stadt Köln hat die Entwicklung der Mieten in Köln untersucht. Das Ergebnis: Seit 2016 sind die Mieten in Köln zum Teil bis zu 25 (!) Prozent gestiegen. Menschen mit niedrigem Einkommen müssen fast die Hälfte ihres Einkommens für Miete aufbringen.

Das Statistik-Team der Stadt untersuchte die Entwicklungen auf dem Kölner Wohnungsmarkt von 2016 bis 2023.

  • Die Warmmieten in Köln sind in dem Zeitraum um 24,9 Prozent gestiegen, von durchschnittlich 10,92 Euro auf 13,65 Euro pro Quadratmeter.

Mehr Menschen wohnen in teuren Wohnungen

Durch diese Mietpreissteigerungen leben weniger Menschen in günstigen und mehr in teuren Wohnungen:

  • 2016 zahlte jeder 5. Mensch in Köln weniger als 8 Euro kalt pro Qudratmeter (22 Prozent). 2023 lebt nur noch jeder 15. Mensch für weniger als 8 Euro kalt (7 Prozent).
  • Im selben Zeitraum hat sich der Anteil der Haushalte, die 13 Euro und mehr bezahlen mehr als verdoppelt: von 14 auf 33. Prozent.
  • Die teuersten Mieten gibt es im Schnitt in der linksrheinischen Innenstadt, am Innenstadtrand und im (Süd-)Westen.
KVB Rheinauhafen
Die Kranhäuser sind eine der teuersten Adressen
Foto: KVB/Stephan Anemüller

Mietbelastung fast unverändert

Trotz steigender Mietpreise ist die durchschnittliche Mietbelastung gegenüber 2016 nahezu gleichgeblieben. Der Grund hierfür ist, dass auch die Einkommen der Kölner*innen im Durchschnitt gestiegen sind.

Menschen in Köln mussten im Jahr 2023 im Schnitt 32,5 Prozent ihres Einkommens für die Bruttokaltmiete aufbringen, gegenüber 33,3 Prozent im Jahr 2016. Knapp die Hälfte, genauer 45 Prozent der Kölner Haushalte haben eine Mietbelastung von mehr als 30 Prozent.

Mietbelastung 45 Prozent

Die Mietbelastung ist nicht für alle Kölner Haushalte gleich. Einkommensschwächere Haushalte werden stärker belastet, obwohl sie vergleichsweise niedrigere Mieten zahlen, als Haushalte mit höherem Einkommen:

Die durchschnittliche Mietbelastung bei Haushalten mit weniger als 2.000 Euro Einkommen pro Monat lag bei rund 47 Prozent. Dabei kostet die Bruttokaltmiete durchschnittlichen etwas mehr als 500 Euro.

Haushalte mit 4.000 bis unter 6.000 Euro Monatseinkommen netto müssen nur rund 21 Prozent für ihre Miete aufbringen, bei einer durchschnittlichen Bruttokaltmiete von knapp 1.000 Euro.

Quelle: Stadt Köln

So wurden die Daten erhoben

Die Ergebnisse zur Mietbelastung basieren auf der durch das Amt für Stadtentwicklung und Statistik im Sommer 2023 durchgeführten Strukturdatenerhebung. Die repräsentative Befragung ermittelt planungs- und steuerungsrelevante Strukturinformationen, die nicht aus amtlich vorliegenden Daten nicht entnommen, sondern aufwendig erhoben werden müssen.

Dafür wurden im Mai und Juni 2023 in zwei Wellen insgesamt 127.000 repräsentativ ausgewählte Kölner*innen angeschrieben und um Teilnahme an der Umfrage gebeten. Eine umfassende Methodendokumentation der Befragung, die auch eine Ergebnisübersicht in Form einer Grundauszählung der gestellten Fragen enthält, wurde ebenfalls veröffentlicht.

Neben der Auswertung zu Mieten und Mietbelastung werden die wesentlichen Ergebnisse der Befragung in weiteren Kurzberichten sukzessive aufbereitet und veröffentlicht. Die gesamten Ergebnisse des Berichts „Kölner Statistische Nachrichten 15/2023: Gestiegene Mieten und ungleiche Mietbelastung – Ergebnisse der Strukturdatenerhebung in Köln 2023“ mit vielen weiteren Daten und Grafiken sowie die zugehörige Methodendokumentation sind im Ratsinformationssystem der Stadt Köln verfügbar.

Titelbild: kstudio & Jotily/Getty Images via canva.com

Im Jahr 2022 hat der Kölner Zoll mehr als sechs Tonnen Drogen sichergestellt. Bei Kokain hatte sich die Aufgriffsmenge zum Vorjahr fast verzehnfacht, bei Crystal Meth knapp vervierfacht und bei Marihuana mehr als verdoppelt. Fast jedes vierte Kilogramm Amphetamin sowie jedes fünfte Kilogramm Heroin und Crystal Meth der bundesweiten Zoll-Jahresbilanz 2022 zogen Kölner Zöllnerinnen und Zöllner aus dem Verkehr.

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