FÜR RADLER UND FUßGÄNGER – Anbau an die Hohenzollernbrücke geplant

Quelle: „Matteo Colombo, Illustration: Ingenieurbüro Grassl GmbH“

Von der REDAKTION

Köln – Stau gibt’s in Köln auch für Fußgänger und Radfahrer. Bei schönem Wetter auf der Hohenzollernbrücke zum Beispiel. Da weiß man auf den schmalen vier Meter nicht, wo man den Fuß (oder das Rad) hinsetzen soll. Damit soll in Zukunft Schluss sein. An die Hohenzollernbrücke soll angebaut werden.

Mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

Direkt neben der Hohenzollernbrücke (Südseite) soll eine neue Fuß- und Radwegbrücke gebaut werden – quasi ein Anbau aus Stahl. Die Verwaltung legt dem Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am Dienstag, 23. Januar, eine Beschlussvorlage zur Weiterführung der Planung vor.

Auf der Südseite steht aktuell für den Geh- und Radverkehr eine Verkehrsfläche von vier Metern Breite zur Verfügung. Aufgrund des weiterhin wachsenden Verkehrsaufkommens auf der Hohenzollernbrücke sind Erweiterungen der Geh- und Radwege dringend erforderlich, so die Stadt

Hohenzollernbrücke Köln
So sieht die Hohenzollernbrücke aktuell aus, wunderschön im Sonnenuntergang
Hohenzollernbrücke Illustration
So soll der neue Anbau mit den etwas schmaleren Bögen mal aussehen
Quelle: „PantherMedia/Peter Paul Lüdenbach, Illustration: Ingenieurbüro Grassl GmbH“

Schmale Bögen für die Sicht

Um das Herzstück von Köln mit Dom und Altstadtpanorama zu bewahren, entschied man sich bei der Optik für den geplanten Anbau für schmale Bögen, ähnlich der Ur-Brücke, aber in etwas kleiner. Diese Variante hat sich auch nach den bisherigen Untersuchungen am besten abgeschnitten:

Die Passanten behalten aufgrund der geplanten schmalen Bögen einen optimalen Blick auf Dom und Altstadt. Mit elf Metern wird die neue (Anbau-)Brücke in der Breite der historischen Straßen- und Stadtbahnbrücke geplant. Die wurde im zweiten Weltkrieg zwar komplett zerstört, aber das Fundament, die sogenannten “Senkkästen” sind noch im Rhein vorhanden und sollen dann wiederverwendet werden.

Ein Original-Nachbau wäre zu teuer

Der Nachbau der bereits bestehenden Eisenbahnbrücke wäre laut Stadt für eine Geh- und Radwegbrücke überdimensioniert und damit deutlich teurer. Für die alte Form wäre gut das Doppelte an Stahl erforderlich, was zu Mehrkosten von knapp 30 Millionen Euro führen würde.

Bereits im Zuge der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie wurden die Bezirksregierung als Obere Denkmalbehörde für landes- und bundeseigene Denkmäler, das Amt für Denkmalschutz und Denkmalpflege der Stadt Köln sowie das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, eingebunden.

Weil der Kölner Dom UNESCO-Weltkulturerbe ist, haben darüber hinaus erste Gespräche mit der Dombauhütte zur Abstimmung einer sogenannten „Kulturerbe-Verträglichkeitsprüfung für Weltkulturerbegüter“ stattgefunden.

Kosten von 62,5 Millionen Euro

Der Ratsbeschluss zur Fortführung der Planung könnte am 21. März gefasst werden. Für die neue Fuß- und Radwegebrücke werden die Gesamtkosten auf 62,5 Millionen Euro geschätzt. Ein Baubeschluss wird für 2026 anvisiert.

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