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Von MATTHIAS DÜLKS
Köln – Offiziell und wissenschaftlich bestätigt: Handy am Steuer ist maximal gefährlich. Mehr als die Hälfte aller Führerschein-Neulinge benutzt ihr Mobiltelefon am Steuer. In keiner Altersgruppe ist das Risiko höher im Auto zu sterben. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der Technischen Hochschule Köln.
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Wenn du zwischen 18 und 24 Jahren alt bis, dann ist die Wahrscheinlichkeit, im Auto zu sterben, 150 Prozent höher als bei den anderen Altersgruppen. 363 junge Menschen starben 2019 auf der Straße, 60.000 verunglückten. Mehr als 60 Prozent von allen bei einem Autounfall.

Tödliches Handy
Erschreckend: Sobald du als Fahranfänge*in hinterm Steuer ein Handy in der Hand hast, steigt die statistische Wahrscheinlichkeit, dass du dein Leben oder das der anderen in Gefahr bringst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Studie der TH Köln in Kooperation mit der Universität Limerick. Mehr als 700 junge Fahrer*innen wurden dazu in Deutschland befragt.
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Bei der Studie stießen die Wissenschaftlicher auf eine Gruppe von Jugendlichen, die sich im Straßenverkehr hoch-risikobereit, also maximal asozial verhalten. „Ausgegangen sind wir von jungen Fahrerinnen und Fahrern, die angaben, dass sie während der Fahrt mit dem Handy in der Hand telefonieren. Anschließend haben wir geschaut, ob diese Personen auch häufiger andere problematische Fahrverhalten aufweisen“, erklärt Tim Jannusch vom Institut für Versicherungswesen der TH Köln.
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“Ungefährliche” Musik
Mehr als die Hälfte der Jugendlichen (55 Prozent) spielen im Auto Musik vom Handy ab – inklusive Suchen der Lieder. Eine maximale Ablenkung im Straßenverkehr.
Die Wissenschaftlicher vermuten, dass Musik-Hören als “sicher” angesehen werde. Schließlich könne man ja auch mit dem fest eingebauten Autoradio Musik hören. „Dennoch kann die Beschäftigung mit Musik auf dem Smartphone während der Fahrt, ähnlich wie das Lesen oder Schreiben von Textnachrichten, zu Ablenkung führen und das Risiko für Kollisionen im Straßenverkehr deutlich erhöhen”, sagt Darren Shannon von der „Emerging Risk Group“ der Universität Limerick.
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Heimliche Nutzung
Fast die Hälfte der befragten Jugendlich, genau 44 Prozent, gab an, ihr Smartphone bei der verbotenen Auto-Nutzung zu verstecken:
„Neben der eigentlichen Aktivität kommt das Verbergen der Nutzung als weitere Ablenkung hinzu. Was ohnehin schon riskant sein kann, wird dadurch potenziell noch lebensbedrohlicher“, so Michaele Völler, Leiterin der Forschungsstelle Versicherungsmarkt der TH. Lichtblick: Trotz allem ist die Unfallstatistik bei Jugendlichen seit zehn Jahren rückläufig.
An der Technischen Hochschule Köln sind zur Zeit 27.000 Studierende in etwa 100 Bachelor- und Master-Studiengängen eingeschrieben.
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Booking.comzuerst veröffentlicht am 22. Mai 2021
Quellen: Technische Hochschule Köln, Statistisches Bundesamt/Verkehrsunfälle von 18- bis 24-Jährigen im Straßenverkehr 2019, Tim Jannusch, Darren Shannon, Michaele Völler, Finbarr Murphy, Martin Mullins (2021): Smartphone Use While Driving: An Investigation of Young Novice Driver (YND) Behaviour, Transportation Research Part F: Traffic Psychology and Behaviour, Volume 77;
Titelbild/Kollage – EH Stock/Getty Images Signature via canva.com







