Von STEPHANIE KAYSER
Köln – Es war das Show-Comeback des Jahres in der Kölner Society. Nadia Gerhardt, die Frau von Kult-Entertainer Tom Gerhardt, feierte bei den „Goldenen Jungs“ ihr Samba-Revival. Ihr Mann stand 576 Kilometer entfernt als „Hausmeister Krause“ auf der Bühne im Bayerischen Hof in München.
„Tom findet es sehr schade, dass er heute nicht dabei ist. Wir haben mein Kostüm zusammen über Weihnachten in Brasilien ausgesucht – natürlich passend zur Veranstaltung in Gold. Er liebt Samba auch richtig“, erzählte uns Nadia Gerhardt vor dem Auftritt in der Garderobe. Die gebürtige Brasilianerin trägt ein Originalkostüm aus ihrer Heimat – ein Paillettenbody und ein riesiger Kopfschmuck. Gesamtgewicht: 12 Kilo.
Das Comeback kam ungeplant. Marco Pütz, der Präsident der „Goldenen Jungs“, bei denen auch „Hausmeister Krause“ Mitglied ist, fragte Nadia Gerhardt, ob sie nicht die „Joldsitzung“ des Vereins im Sartory eröffnen möchte. Auch bei dieser Veranstaltung sammelt der Verein für kölsche Pänz in Not. „Deshalb habe ich direkt Ja gesagt. Aber das war alles knapp und sehr spontan. Wir haben nur drei Wochen Zeit gehabt für die Proben“, erklärte Nadia Gerhardt, die in Rekordzeit ihre eigene Sambagruppe „Nadia Brasil“ zusammenstellte. Für sie war der Auftritt auch eine Reise zurück zu ihren Wurzeln.
Samba-Comeback ganz in Gold
Als 18-Jährige war sie mit einer Samba-Crew nach Deutschland gekommen, hatte damals Auftritte vor mehr als 10.000 Zuschauern. Als Nadia Gerhardt vor 14 Jahren mit Sohn Rodrigo zum zweiten Mal schwanger wurde, beendete sie (vorläufig) ihre Tanzkarriere und konzentrierte sich auf Familie und ihren Beruf als Erzieherin. „Aber natürlich liebe ich es, auf der Bühne zu sein. Die Musik, die Freude – das kann man nicht beschreiben.“

Ihr Auftritt als Entree bei der „Joldsitzung“ holte den Saal von den Stühlen. Ein bisschen kölsche Musik, ein bisschen brasilianischer Samba – am Ende gab es so viel Applaus, dass „Nadia Brasil“ mit Sicherheit auf die Bühne zurückkehrt: „Und dann hoffe ich natürlich, dass Tom nicht wieder auf der Bühne stehen muss.“ Einem Besucher im Saal kam spontan ein anderer Gedanke: „Das wäre auch ein perfekter Auftritt für Rosenmontag auf dem Wagen…“
Das Samba-Revival in Köln
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