Von unserer Redaktion
Köln – Eine Stadt, 86 Veedel und ein paar davon sind besonders BELIEBT. Mehr als 100.000 Menschen studieren in Köln. Im Oktober fängt das neue Wintersemester an – die Schlacht um bezahlbaren Wohnraum ist längst im Gange.
Hier das Ranking der Kölner Lieblingsviertel der Studierenden: Ob am Ende dann doch nur ein WG-Zimmer im Umland bezahlbar ist, ist eine andere Frage (mehr Tipps zur Wohnungssuche in Köln übrigens hier).
Die beliebtesten Viertel bei Studis: Übersicht
Kwartier Latäng
Das Epizentrum des Kölner Studentenlebens liegt rund um die Zülpicher Straße: Uni und Mensa sind fußläufig erreichbar; näher dran geht es nicht. Dazu gibt es die pralle Auswahl an Clubs, Bars und Kneipen und jedes Jahr an Karneval Ausnahmezustand aufgrund der Überfüllung. Neben viel Nachtleben gibt es auch alternative Kunst und Kultur, Buchläden, Galerien und kleine Theater.

Ehrenfeld
Ehrenfeld ist wie ein Dorf, aber international. Hier kann man sich quasi um die ganze Welt essen: Das Gastronomie-Angebot ist sehr vielfältig. Ehrenfeld ist das Herz der Kölner Street-Art-Szene. Das gesamte Veedel ist eine Open-Air-Galerie. Zuletzt mussten einige legendäre Kultstätten des Nachtlebens wie das “Underground” Neubauprojekten weichen. Aber der Protest gegen die Gentrifizierung bleibt groß. Mit dem Fahrrad ist man in gut zehn Minuten an der Uni.

Belgisches Viertel
Das Belgische Viertel ist das Szeneviertel von Köln. In den 1980ern Zentrum der Bhagwan-Bewegung ist es heute Heimat von vielen Kreativen und hat eine große Auswahl an kleinen Designer-Läden, Bars und Restaurants. Frische Luft und lange Sommernächte gibt es im Grüngürtel oder im Stadtgarten. Egal ob die Sonne scheint oder es frostet: Die Leute im Belgischen sind viel draußen unterwegs – trinken ein Kölsch vor dem Kiosk oder sitzen einfach mal im Kreisverkehr. Bis zur Uni kann man in 15 Minuten laufen oder in ein paar Minuten mit dem Rad fahren.

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Booking.comKalk
Wenn es noch einen Geheimtipp unter Studenten gibt, dann ist es vermutlich Kalk. Häufig noch bezahlbare Wohnungen, ein unschlagbares Angebot an internationaler Gastronomie, diverse Schnäppchen-Geschäfte – und in gut 10 Minuten man mit der Bahn an der Zülpicher Straße. Und wenn mal was passiert, ist das Polizeipräsidium fußläufig von zuhause zu erreichen. Das “Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen” der Technischen Hochschule (TH) Köln sitzt übrigens auch in Kalk.

Foto: Raimond Spekking/Wikimedia
Südstadt
Die Südstadt ist zum Verlieben: Der Rhein ist direkt nebenan, haufenweise Parks und Grünanlagen, überall auch kölsche Ton und die Gastronomie-Auswahl ist quasi unschlagbar. Die Südstadt ist außerdem bekannt für ihre schönen Altbauten und ihr internationales Flair. Alternativ entspannt lebt man hier. Die Wohnungspreise sind allerdings weniger entspannt. Die TH Köln hat hier unter anderen Einrichtungen an Ubierring und Rheinufer.

Mülheim
Bei Fernsehproduktionen, Social-Media-Agenturen und anderen Kreativen ist Mülheim, insbesondere die Schanzenstraße eine der ersten Adressen in Köln. Da wo viele Ideen und Praktikanten gebraucht werden, sind in der Regel die Studis auch nicht weit.
Was vielen außerdem gefällt, ist die internationale Atmosphäre auf der Keupstraße, das quasi unerschöpfliche Angebot an internationalen Delikatessen und die noch relativ humanen Mieten. In Mülheim sitzen zum Beispiel auch die Fakultäten für Kulturwissenschaften und Gaming-Entwicklung. Bis zur Universität zu Köln braucht man mit dem Fahrrad eine gute halbe Stunde, mit der S-Bahn ab Köln-Mülheim bist du schneller unterwegs.

Foto: A.Savin, WikiCommons
Nippes
Die Zeiten, dass Nippes, früher mal Arbeiterviertel, noch ein Geheimtipp unter Studis war, sind lange vorbei. Nippes ist bekannt für seine schönen Altbauten, die Parks und seine entspannte, kölsche Lebensart. Ob Brauhaus-Style oder Döner, in Nippes kriegst du beides. Viele Cafés und Restaurants, aber viel weniger Nachtleben als in Ehrenfeld. Für alle, die es etwas ruhiger mögen. Mit dem Fahrrad brauchst du eine gute Viertelstunde zur Uni.

Foto: Mabit1/Wikimedia
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Booking.comSülz
Überall nah dran, aber doch nicht mittendrin – und grün ist es auch noch: Sülz ist eines der beliebtesten Viertel unter Studierenden. Zu Fuß oder mit dem Rad ist man schnell an der Uni, mit dem Beethovenpark hast du grün ohne Ende, dazu einen gut sortierten Einzelhandel und Gastronomie. Allerdings ist es in Sülz sehr viel weniger international als in Ehrenfeld oder in der Südstadt. So viel Uni-Nähe hat – keine Überraschung – seinen Preis.

Foto: Raimond Spekking/Wikimedia
Deutz
Eine Sache steht fest: einen schöneren Blick auf den Dom gibt es von keinem anderen Viertel. War Deutz vor Jahrzehnten noch die günstige Alternative auf der “Schäl Sick”, dem Rechtsrheinischen, haben die Preis längst nachgezogen. Ein Schnäppchen ist Deutz definitiv nicht mehr! In Deutz hat man die pralle Entertainment-Auswahl, ob Kölnarena, Bootshaus oder Tanzbrunnen, dazu mit dem Bahnhof Deutz eine optimale Anbindung an den ÖPNV. Großer Nachteil für Autofahrer: In der Regel trennt einen der Stau auf der Deutzer Brücke von der anderen Stadthälfte. In Deutz liegen zum Beispiel der TH-Fakultäten für Ingenieurswesen, Technik und Architektur.

Foto: Videodays
Lindenthal
Schöner Wohnen in Köln hat seinen Preis, auch in Lindenthal: Die Universität ist hier in ein paar Minuten zu Fuß oder per Rad erreichbar, sehr viel Grün, sehr ruhige Wohnstraßen und viel gepflegter Einzelhandel, auch im Delikatessenbereich.
Da die Preise überall in Köln extrem angezogen haben, sind Studenten-Wohnungen in Lindenthal gar nicht mehr viel teurer im Vergleich. Es gibt außerdem auch Wohnheime vor Ort. Diverse akademische Einrichtungen liegen in diesem Viertel wie die humanwissenschaftliche und die medizinische Fakultät, außerdem die Mensa in der Robert-Koch-Straße.

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Booking.comTitelbild: Guzhava/Getty Image; TBE/Getty Images via canva.com
zuerst veröffentlicht am 9. März 2023